Große und kleine Memes. Memes, das sind mal lustige Filmchen, mal irgendwelche Seiten, mal auch einfachnur Bilder die durch die Blogs, Twitters und Facebooks dieser Welt wandern. Manche von denen haben eine erstaunlich lange Haltwertszeit, andere sind nach einer Woche wieder vom Erdboden verschluckt. Ich zeige mal ein Paar, die mir diese Woche wieder aufgefallen sind und wünsche an dieser Stelle schonmal: Schönes Wochenende!
- Das iPad
Natürlich. Das Hauptthema im Netz war diese Woche die Vorstellung des iPads, Apples neuestem, angeblichen Killer-Gerät. Ob das wirklich eine Wurst vom Teller zieht, werden wir erst sehen, wenn wir es in den Händen halten. Ich bin da mit meiner Prognose noch vorsichtig. Denn einerseits ist das schon ganz cool, aber andererseits weiß man schon jetzt von so vielen Einschränkungen, das ich nicht wirklich sicher bin was ich mit dem Gerät überhaupt machen soll. So ist es zum Beispiel nicht multitasking-fähig, das bedeutet ich kann immer nur ein einziges Programm laufen haben. Das ist ja eigentlich ein bisschen Quatsch. Wie auch immer, wir werden sehen.
Ich hatte neulich das Vergnügen, auf einer Veranstaltung zu sein auf der Aram Bartholl eines seiner Projekte vorstellte. Und was der Medienkünstler macht, sind immer spannende Ideen zu verwirklichen, die eine Schnittstelle zwischen den virtuellen Räumen, in denen wir uns mittlerweile selbstsicher bewegen, und der Realität da draussen bilden. Da er vielleicht nicht jedem bekannt ist, präsentiere ich hier einmal ein paar seiner Arbeiten. Wer mehr wissen und sehen will, der ist mit seiner sehr übersichtlich gestalteten und ausführlichen Seite bestens beraten.
- 0,16
Ein immer wiederkehrendes Motiv in Aram Bartholls Arbeiten sind verpixelungen. So hat er zum Beispiel vor Jahren einmal eine Art Rahmen gebaut, den man auf den Fernsehbildschirm packt und der einem das Bild gröbstens Verpixelt, so das eigentlich nur noch farbige Quadrate übrig bleiben. Gerade analog verpixelungen zu generieren ist eine spannende Idee, die er in einer seiner neuesten Arbeiten perfektioniert hat. 0,16 ist eine grosse Pixelwand, die von hinten beleuchtet wird und dadurch die Formen, die sich zwischen ihr und der Lichtquelle befinden, grob wiedergibt. Zum Glück muss ich das nicht nur erklären, sondern gibt es auch ein Video dazu:
Endlich – es gibt wieder einen vernünftigen Grund nach Berlin-Mitte zu fahren! Danke, liebe Neurotitan Gallery, unser geliebter Fleck urban-politischen Widerstandes, der sich auf einigen der wenigen verbliebenen m² im Berlins Herzen befindet, der noch nicht von der hochinfektiösen Flagshipstore-Krankheit befallen wurde. Kurz hinter Hilfiger und gleich vor Starfucks führt ein kleines Tor in die kommerziell-befreite Zone.
Ich war, glaub ich, irgendwas um die 5 Jahre alt, als ich bei Bekannten die ertse Videospielkonsole meines Lebens gesehen habe. Die Atari 2600. Und ich war natürlich, wie das bei kleinen Jungens eben so ist, sofort in Love. Videospiele haben etwas geändert. Man konnte nun aktiv in das Geschehen auf dem Fernseher eingreifen, das gab es so vorher nicht. Und auch wenn erste Grafiken nur aus wenigen farbigen Klötzchen bestanden und man seine Fantasie bemühen musste um zu erkennen, was auch tatsächlich gemeint war: Das war egal. Es ging nicht um Realismus, es ging ums eintauchen. Nach meinem ersten Kontakt, habe ich mir so etwas natürlich immer gewünscht und natürlich nie bekommen. Erst als ich älter war, so zwischen 10 und 12 habe ich dann meinen eigenen C64 bekommen und sollte Stunden damit verbringen, entweder sinnlose Spiele zu spielen (Mein Favorit war und ist für alle Zeiten “Fort Apocalypse“, falls sich noch jemand erinnert…) oder gleich selbst zu programmieren. Mit meinen sporadischen Basic-Kenntnissen ging das auch einigermassen von der Hand, sprich: Kurze Textadventures habe ich tatsächlich hinbekommen. Ich weiss noch, in einem ging es darum eine Frau zu daten und rumzukriegen…na gut, ich muss also doch eher schon 12 Jahre alt gewesen sein…;)
Zur Fashion Week versuchen natürlich alle Läden, Designer und Labels sich mit Superlativen zu überbieten. Nun hatten die Jungs von K1X aber tatsächlich ein besonderes Schmankerl im Angebot, das eine, zumindest in Deutschland, etwas spezielle Zielgruppe hat, aber deswegen umso mehr gefeiert werden musste: Vier brandneue Basketbälle.
Wer während der soeben zu ende gegangenen Berliner Fashion Week nach einer frischen, anarchisch anmutenden Alternative zu den Standard-Modenschauen am Bebelplatz suchte, wurde in einer Off-Location nahe des Alexanderplatzes fündig. Hier im HBC zeigten im Rahmen der “HBC Couture: Designer Scouts” vier junge Labels aus der Hauptstadt ihre neuen Kollektionen für die Herbst/Winter Saison 2010/2011, aufgeteilt auf drei Showblöcke.
Wer kennt das nicht: Die Suche nach dem einen, dem besonderen Möbelstück. Man will nicht immer nur alles mit Ikea eingerichtet haben, und doch am Ende ist der Weg zu dem Schweden immer der einfachste, anstatt die ganze Stadt (womöglich auch noch erfolglos) nach einer schönen Kommode oder einem coolen Tisch abzugrasen. Klar, ein paar “Erbstücke” sammeln sich bei einem auch noch an, aber individuell sieht anders aus. In etwa so:
Im Rahmen der Fashion Week fand letzte Woche im Firmament das Billionaire Boys Club / Ice Cream preview für die Sommer Collection 2010 statt. Schröderstrasse 8, klingeln, der Jörg macht auf und die Bude is voll. Die üblichen Verdächtigen waren natürlich alle versammelt um bei ein paar Bierchen und feinstem Knabberspass die neuste Ware zu checken. Von 19 bis 22 Uhr wars durchgehend voll und voller. Die Stimmung war klasse, die Klamotten sowieso, alles in allem ne spitzen Nummer.
Im Rahmen der Modemesse “Bread and Butter” und der Berliner Fashion Week, habe ich mir mal die aktuellen Kollektionen vom skandinavischen “Super-hören-besser-dabei-aussehen”-Kollektiv “Urbanears” und von den Berliner Superstylern “Mazooka” angeguckt. Und da Worte zwar gewisse Umstände schön beschreiben können, aber das bei Style-Objekten nicht funktioniert, habe ich euch ein Video von meiner kleinen Fashiontour gemacht. Bitte sehr:
Esther Perbandt zieht Aufmerksamkeit auf sich. Im Gegensatz zu anderen Designern, die sich am liebsten hinter der Bühne verstecken, trägt sie ihre Mode mit großem Selbstbewusstsein. Anschließend steht sie strahlend an der Bar und unterhält die Umstehenden mit Geschichten.
Ihre Mode steht dabei mit ihrer kühlen Strenge in Kontrast zu dieser Lebendigkeit. Diszipliniert, existenzialistisch, feministisch, streng und weiblich wirkt sie auf den ersten Blick, streng und futuristisch wirkten auch die Models mit den tiefgezogenen Ponys auf ihrer Fashionshow im Proejctroom am Donnerstag. Der Blick auf Details wie helle Fransen, Ketten und geometrische Grundmuster deuten die Verspieltheit in Esthers Stil an.
Mit Jaybo Monk (u.a. verantwortlich für die irre Beleuchtung des Berliner Doms) hat sie für diese Kollektion einen ebenso ungewöhnlichen wie kongenialen Partner gefunden. Der heute in Berlin lebende Pariser Streetartist und “Irie Daily” Gründer (in dessen Werken auch Ponys vorkommen) hat mit Esther an der Show gearbeitet und Designs für ihre Taschen beigesteuert.
Ihre Show und Party war ein echtes Highlight der Fashion Week, genau an der Schwelle vom Underground zum Überhype, einem entspannten Publikum und dem schönen Gefühl, beim Start einer sicher erfolgreichen Karriere dabei zu sein.
Letzte Kommentare:
Luna
Neulant van Exel – Saving the Einrichtungs-Disabled
Moin moin, obercoole Sache die Badewanne. Insbesondere die Idee mit der LKW-Plane...
Joseph
Kurzfilm am Montag: Something to believe
gefällt mir SUUUUPER….
MC Winkel
Kurzfilm am Montag: Something to believe
Und BTA ist dazu auch noch ein sehr talentierter Holmes, den man wirklich mehr supporten...