Hubero Kororo ist eine tschechische Designagentur die vor ein paar Jahren von drei damaligen Designstudenten gegründet wurde und die seitdem immer wieder durch ungewöhnliche Ideen von sich reden macht.
So haben sie 2008 beispielsweise einen Werkzeugkoffer für Astronauten designt, der ähnlich wie ein Pop-Up-Buch auffaltbar ist und der die Arbeit auf der nächsten Mondmission vereinfachn soll, indem er maximalen Platz für die Werkzeuge schafft. Das Toolkit ist sehr durchdacht und es würde mich sehr wundern, es auf der nächsten (angeblich 2020 stattfindenden – aber das wurde doch gerade gecancelt, oder?) Mondmission nicht im Einsatz zu sehen.

Ein Jahr vorher nahmen sie am Wettbewerb der niederländischen Agentur “droog” teil, in dem es darum ging sich mit dem Thema “Klima” auseinanderzusetzen. Dabei gab es keine Einschränkungen. Hubero Kororo kamen auch in die Endauswahl mit ihrer Idee: Einzeln in passende Plastikpackungen eingepackte Backsteine, wovon jeder einzelne noch eine extra signalgelbe Banderole bekam auf der in grossen Lettern prangte: “+ 20 % Extra“. Die Idee dahinter ist natürlich klar, gefällt mir sehr gut.
Die Rettung der angeschlagenen Musikindustrie wird das zwar nicht sein, aber ich denke der Ansatz ist der richtige, den sie mit ihrer Arbeit namens “Pappeltalks” vom letzten Jahr verfolgen: Mach die CD, den Tonträger wieder zu einem Erlebnis und zwar schon bevor du die CD überhaupt eingelegt hast. Viele Musikkäufer (behaupte ich jetzt einfach mal aus meiner Sicht) mögen solche Gimmicks, die ihnen ein Online-Mp3-Store nicht bieten kann. Ich zeige euch mal was ich meine:
PAPPELTALKS from vizage on Vimeo.
Ist das nicht der Wahnsinn? Jede CD, jedes Cover wird dadurch anders und ein absolutes Unikat. Ich weiß nicht genau wie die Mechanik dahinter funktioniert (vermutlich will ichs auch gar nicht wissen), aber ich denke das könnte man noch weiter spinnen. Vielleicht einen Teil der Bahnen, die das läuft festlegen oder so? Aber eine wirklich grossartige Arbeit, durch die ich überhaupt erst auf die drei Tschechen gestossen bin.
Nun, was soll die Überschrift? Rumburaks Schüler? Das ist ein Punkt, der mich ebenfalls von Hubero Kororo überzeigt hat: Auf ihrer Seite gibt es unter “Profil” den Punkt “Guru” und wenn man den aufruft, dann ist dort ein großes Bild vom Zauberer Rumburak aus der tschechischen Kinderserie “Die Märchenbraut“. Alles was sie auf ihrer Seite dazu schreiben ist;
“RUMBURAK has become our GURU. He is a second class, cursed wizard searching for a magical formula, in order to return to the FAIRYLAND.”
Sorry, aber wer den Zauberer aus einer lustigen Kinderserie seinen Guru nennt, mit einer solchen Erklärung: Das können keine schlechten Menschen sein.
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