Große und kleine Memes. Memes, das sind mal lustige Filmchen, mal irgendwelche Seiten, mal auch einfachnur Bilder die durch die Blogs, Twitters und Facebooks dieser Welt wandern. Manche von denen haben eine erstaunlich lange Haltwertszeit, andere sind nach einer Woche wieder vom Erdboden verschluckt. Ich zeige mal ein Paar, die mir diese Woche wieder aufgefallen sind und wünsche an dieser Stelle schonmal: Schönes Wochenende!
- Das iPad
Natürlich. Das Hauptthema im Netz war diese Woche die Vorstellung des iPads, Apples neuestem, angeblichen Killer-Gerät. Ob das wirklich eine Wurst vom Teller zieht, werden wir erst sehen, wenn wir es in den Händen halten. Ich bin da mit meiner Prognose noch vorsichtig. Denn einerseits ist das schon ganz cool, aber andererseits weiß man schon jetzt von so vielen Einschränkungen, das ich nicht wirklich sicher bin was ich mit dem Gerät überhaupt machen soll. So ist es zum Beispiel nicht multitasking-fähig, das bedeutet ich kann immer nur ein einziges Programm laufen haben. Das ist ja eigentlich ein bisschen Quatsch. Wie auch immer, wir werden sehen.
Interessanter war sowieso das ganze Brimborium vor der Apple Keynote, als das Geheimnis um das iPad endlich gelüftet wurde. Da wurde spekuliert bis zum geht nicht mehr. Jeder meinte Infos zu haben, die andere nicht haben. Am meisten amüsiert habe ich mich dabei über US-Twitterer und Blogger Jason Calacanis. Der hat vor der Keynote lauter Sachen ausgeplappert, die das Gerät habe, weil er als Beta-Tester nämlich schon in Besitz der Hardware sei. Und alle sind drauf angesprungen, seine tweets wurden zahlreich gebloggt und für bare Münze genommen. So fabulierte er von einer eingebauten Solarzelle, einer Kamera, einer speziellen Farmville-Version für das iPad (WTF?!?!?!), ausserdem einem wireless Ladesystem, das bedeutet, wenn man das Gerät irgendwo hinlegt, dann lädt es. Ach so: Face recognition natürlich auch noch. So das das Teil den Desktop desjenigen Familienmitglieds öffnet, der es gerade in die Hand nimmt. Auf jeden Fall meinte er, das Farmville die Killerapp für das Pridukt werden würde und das deswegen auch der FV-Entwickler Mark Pincus mit Steve Jobs auf der Bühne stehen würde.
Nun, es ist ja alles anders gekommen.
Keines der sehr schön, wenn die Realität das erlauben würde, Features war bei der Präsentation des Endgeräts zu sehen. Logischerweise. Ich habe das auch eher als fantasiereiche Vorstellungen gelesen. Nach dem Motto: “Wie wäre es mit…”. Aber da hab ich mich wohl geirrt. Als nach der Keynote die Stimmen bei Twitter lauter wurden, die Calacanis einen Dampfplauderer nannten, da ja das Gerät komplett anders sei, als er behauptet hatte, kam die wirklich allerbeste Antwort aller Zeiten von ihm. Ich habe mich kaputt gelacht, auch wenn es doch eigentlich eher zum weinen ist. Aber, Jason Calacanis behauptete ganz trocken und ernst:
Ist das nicht putzig? Später erzählt er auch noch, das diese, seine Version im Oktober vorgestellt würde. Also versteht mich nicht falsch, das wäre schön! Das wäre genau das Produkt, das alle am Mittwoch erwartet haben. Aber ich möchte nicht die Käufer des ersten iPad sehen, wie sie die schönen Apple-Stores weltweit abfackeln, weil die zweite Version, die nur ein halbes Jahr später rauskommt, plötzlich alle Killerfeatures hat, die man sehen möchte. Gehen wir also von einem gepflegten “Wohl kaum” aus und freuen uns über Calacanis Münchhausen-Geschichten.
- Gute Werbung, schlechte Werbung
Zwei Werbespots haben bei Twitter diese Woche meine Aufmerksamkeit erregt, zwei Spots wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Fangen wir doch mal mit der Sonnenseite an:
Aus Groß-Britannien, genauer aus Sussex kommt dieser Werbespot, der auf die Gefahren im Strassenverkehr hinweisen möchte und für Sicherheit im Auto wirbt. Nun kennt man die gewohnten Shockeffekt-Spots für solch ein Belang, gerade wir Deutsche sind da ja drin geschult, denn wer erinnert sich nicht an die mahnende Stimme in “Der 7. Sinn”? Das das auch anders geht, das man auch mit Liebe auf Gefahren aufmerksam machen kann, das hätte nichtmal ich gedacht. Aber wurde eines besseren belehrt durch diesen, am Anfang etwas unspektakulär wirkenden, aber nachher ganz fantastisch seienden Spot:
[YouTubeDirektFamiliengurt, via Bachmichels Haus]
Das war die gute Seite der Werbung. Jetzt wird es schlimm. Ich fasse mich kurz: Die Österreichische Armee möchte junge Menschen darauf hinweisen, wie toll es ist bei ihr zu sein. Und dafür haben sie einen Spot gedreht. Der wohl ihrer Meinung nach junge Menschen ansprechen soll und deswegen extra jung und verrückt ist. Ich will gar nicht zuviel vorwegnehmen, das muss man mit den eigenen Augen gesehen haben:
Herrlich.
- Hip Hop Cover
Nebenan bei Heavy.com hat jemand die 20 schlimmsten Hip-Hop-Plattencover gesammelt und superlustig kommentiert. Das muss man sich ansehen, sonst glaubt man es nicht. Wahnsinn. Vielleicht ein kleiner Appetizer?
Da bleiben doch wirklich gar keine Fragen mehr übrig. Schnell rüber!
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03.02.10
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