Natürlich hatten wir auch Musik auf dem Workspace. Großartige Künstler, Bands, die während der Party dazu beitrugen, eine Athmosphäre zu schaffen, die die künstlerischen Werke des Tages dahin holte, wo sie hinsollten: To the people.

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Denn mal im Ernst: Alles, was die Party auf dem Workspace nicht sein sollte, war eine steife Kunstveranstaltung, wo die Leute sich nachdenklich am Kinn reibend um die Exponate schleichen und sich über Jonathan Meeses Mutter unterhalten. Der Raum im Workspace ist frei! Für Artists, aber eben auch für Besucher. Man soll draus machen, was man will. Und um das zu demonstrieren, zu forcieren, eignet sich das Mittel der Live-Musik nunmal am Besten. Denn nur wenig schafft mehr Power in einem Raum. Deswegen hier eine Übersicht unserer Acts des Abends, die bewiesen haben, wie Zuschauermobilisierung funktioniert:

- Angefangen hat Meral Al-Mer (Anspieltip: “Alles ist eins”, Achtung: Da hat eine Pfeife ein Autoplay-Video in die Comments bei ihr gepostet. Erstmal schnell ausklicken, wenn ihr auf die Seite geht…) Ein seltsamer, aber unbedingt tanzbarer Hybrid aus Soul, Disco und einer gewissen Prise Lo-Fi Pop, vorgetragen von einer superattraktiven Sängerin mit ultra-tighter Band, die bewiesen hat, das man kein Mini-Orchester a la Delay braucht um funky zu sein. Dance!

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- Als Nächstes ein Housy, Electro DJ-Set von Holy Ghost! (Anspieltip: “Lisztomania”-Remix!). Um auch in der Umbaupause nicht aus dem Schritt zu kommen. Sondern aus dem Quark. Good work!

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- Desire aus Montreal (Anspieltip: “Colorless Sky”) machen sehr stimmige, echte New Wave Musik, die problemlos auch aus den 80ern stammen könnte. Da waren sie natürlich an der richtigen Adresse, wohin passt solche Musik denn besser, als auf eine große Kunstveranstaltung? Und dann auch noch mitten in einem alten, 80er Flair aufgeladenen Ex-Partei-Kongresszentrum? Ich glaube da hat der eine oder andere derbe Flashbacks bekommen und erwartet das gleich Ian Curtis auf die Bühne kommt…

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- Glass Candy (Anspieltip: “Geto Boys”) sind ein amerikansicher Neo-Disco-Act der perfekt zeigt, wie Clubmusik heute gefälligst zu funktionieren hat, nämlich genre-übergreifend. Ein paar billige 80er-Italo-Bläser auf einem stampfenden Electrobeat, ein Sample, des ohnehin schon gesampleten Geto Boys Songs “My Mind is playin Tricks on me”, oder auch mal schöne späte 70er Funknummern erwursten: Hier wird durch Tanzmusik der letzten 30 Jahre gewütet und etwas neues, freshes, arschtretendes als Essenz rausgeholt. So bewegt man the masses!

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Alles in allem ein wunderbar buntes und frisches Fest. Die Musik, die Bands haben alles bewirkt, was sie sollten. So rockt man eine Party. So und nicht anders.

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gibt es bisher 2 Kommentare

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  1. 10.11.09
    Thomas Praus

    Na, Niels, du hast jemanden vergessen: dich nämlich! Super-Mischung aus Old-School Funk-Disco und Hip Hop hast du da aufgelegt!

  2. 10.11.09
    Nilz Bokelberg

    lol! danke für die blumen, aber es war ja nur kurz und ich fand, ich hab schonmal besser aufgelegt. aber so ist das, wenn man seine platten nicht dabei hat…:) (btw: ich bin beeindruckt, das du das so benennen kannst, was ich gespielt habe, mir kam es fahrig vor…juchuh!)

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