Visuals. Wie oft habe ich schon in diversen Clubs auf der Tanzfläche gestanden und gedacht: Ja, schön, aber mir fehlt da das Konzept. Also, ein erkennbares Konzept. Ganz davon abgesehen, das es leider auch visual Artists gibt, denen eine Art Rythmusgefühl leider komplett abgeht. Deswegen ist das eine Ausdrucksform, vor der ich immer auch ein bischen Angst habe. Also im Sinne von: Hoffentlich wirds was. Meine Angst war für den Berliner Workspace vollkommen unbegründet. Kann ich jetzt im nachhinein so sagen.
Die Scumskullz aus München sichern sich dabei vor allem vielfach ab, was die Attraktivität ihrer Visuals betrifft:
1.) Bringen sie ihre eigene Musik mit, bzw. die Möglichkeit Musik zu machen und somit perfekt dem Raum, der Stimmung, den Leuten anzugleichen. Wenn man schon seine eigene Musik macht, dann ist es natürlich auch einfacher, wenn nicht treffsicherer, dazu auch seine Visuals zu machen.

2.) Setzen sie in ihrer Arbeit vor allem auf eine totale Ikone der Computergeschichte, unser aller Jugend, ein Symbol das zwar Erinnerung an alte Tage aufleben lässt, aber immernoch aktuell, modern und stylisch wirkt: Space Invaders. Oder transportieren eben ein Flair vergessener Computer- und Fernsehtage (ich hätte jetzt auch einfach “Medien” schreiben können) indem sie riesen Vektorgrafiken an die Wände werfen, oder wahlweise auch mal ein schönes altes Testbild.

3.) Haben die Jungs tatsächlich ein äusserst ausgeprägtes Rythmusgefühl, was mir spätestens auffiel als sie nach ihrem (recht chilligen, elektronischen) Set auch die Visuals zu solchen Songs wie “My Sharona” von The Knack machten (die irgendein komischer Interims-DJ da plötzlich aufgelegt hat…;)), die perfekt passten. Also ultraflexibel und trotzdem tight. “So is recht”, wie man in der Heimat der Jungs sagt.

Am coolsten daran ist aber, das das alles nur Puzzleteile sind in einem grossen, ganzen Plan der Scumskullz, den keiner so recht versteht. Ich glaube aber, es geht um die Weltherrschaft. Könnte man zumindest meinen, wenn man sich die Seite von denen mal genauer ansieht.
Wie gesagt: Unter solchen Umständen muss ich nun wirklich keine Angst mehr vor Visuals haben. Vorrausgesetzt sie folgen diesem Beispiel.
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