Was für eine Woche! Wir hatten eine grossartige T-Shirt-Präsentation im Firmament-Store, das Video dazu kommt auch noch. Jetzt aber erstmal wieder unsere geliebten Netzfundstücke, für einen gemütlichen Slide ins Wochenende:
- Wenn Männer Frauenmagazine schreiben würden, wie sähen die wohl aus? Das waren zumindest die Gedanken, die man sich beim Roundup von Cool Material gemacht hat, und das Ergebnis ist tatsächlich sehr lustig, wie ich finde. Für weitere Lacher, bitte hier entlang.
- Eine Reiseagentur für Kuscheltiere. Eine Reiseagentur für Kuscheltiere! EINE REISEAGENTUR FÜR KUSCHELTIERE! Wirklich ausnahmslos IMMER wenn man denkt, man habe schon alles gesehen kommt so was um die Ecke. EINE REISEAGENTUR FÜR KUSCHELTIERE!
- Emanuel ist der Sänger von “I´m from Barelona” (die wir ja zuletzt in dieser Rubrik hier hatten, wegen ihrem Gratisalbum, das jetzt übrigens KOMPLETT auf ihrer Seite zum Download steht…) und der hat eine ganz charmante Idee für ein kleines Fotoblog gehabt: Es klaut Autos. Er klaut sie auch nur ganz kurz, nur wenige Sekunden, die Besitzer werden es gar nicht merken, sie werden vielleicht sogar nie davon erfahren. Aber deswegen heisst sein Blog natürlich konsequenterweise “I steal cars”. Und zwar in dem Moment, in dem er sich neben ihnen ablichten lässt, als wäre er der Besitzer. Und diese Bilder sammelt er hier. Schöne, kleine Idee.
- Es ist nunmal schwer, einen solchen Hype wie “Chatroulette” zu erklären. Man sagt den Meisten, sie mögen es doch bitte einmal ausprobieren, aber die meisten geben nach wenigen Minuten auf und ärgern sich darüber hauptsächlich diverse männliche Geniatlien in allen erdenklichen Farben und Formen gesehen zu haben. Aber die muss man aus seinem Bewusstsein ausblenden, dann erfährt man die ganze Magie dieser wunderbar simplen Seite. Oder man lässt es sich ganz liebevoll von Casey Neistat erklären, der eine kleine Kurzdoku zum Thema gedreht und ins Netz gestellt hat. Bitte sehr: Alles über die Magie von Chatroulette.
Und wo wir schonmal bei Chatroulette sind: Auf dieser Seite werden besonders schöne Screenshota aus besonders merkwürdigen Chatroulette-Sessions gesammelt. Das ist oftmals NSFW, aber manchmal auch ganz bezaubernd und unheimlich lustig, wie hier, wo der Chatrouletter versucht seinen Gesprächspartner per Chat aufzuwecken…Mehr solcher Fundstücke bei chatrouletteimages.com.
- Der Song der Woche heisst “Song for the lovers” und ist von Bark Bark Disco. Ein kleines Wohnzimmer-Lo-Fi-Projekt, die sich eine Woche vor ihrem ersten Konzert überhaupt erst gegründet haben. Die haben jetzt ein ganz lustiges Karaoke-Balken-Video gemacht, mit einem wirklich sehr süssen Song (Entdeckt bei APC):
Und das schöne daran ist: Wenn einem das gefällt und man gerne das ganze neue Album von denen hören würde, dann muss man einfach nur auf ihre Homepage und kann sich das da für umme runterladen. Ich das nichts? Euer Soundtrack fürs Wochenende. Das Internet ist einfach unglaublich.
Es ist Freitag, es ist Wochende, es ist wieder Zeit für die Memes der Woche! Um die letzten paar Stunden in der Uni/dem Büro/der Schule/bei der Affäre im Schrank auch noch wunderbar unterhalten rumzukriegen…Und von wunderbarer Unterhaltung hat das Netz ja nun mehr als genug. Los gehts!
- Oh mein Gott! Eine Erscheinung wurde gesehen! Da ist das Bild eines Toasts auf einem Jesus-Gemälde erschienen!
- Bleiben wir doch beim Frühstück: Ich bin ja seit klein auf ein riesen Fan von Cereals. Je bunter desto besser. Leider ist die grossartige Vielfalt dieses Frühstücks ja leider nie wirklich bei uns angekommen. Also, es ist schon besser geworden, aber so toll wie in Amerika ist das hier leider nicht. Da gibt es ja auch welche mit kleinen Marshmallows drin und so. Ja, schon klar: Gesund ist was anderes. Aber lecker geht genau so. Was aber noch viel cooler ist, ist die unglaubliche Vielfalt, der Frühstücksflocken. Die nehmen in amerikanischen Supermärkten ja gut und gerne eine komplette Regalreihe ein, und die sind lang. Sehr lang. Und das verwundert auch niemanden, wenn man sieht was die immer für Spezial-Flakes raushauen. Hier mal einige vergangene und besonders schöne Exemplare:
Berlinale in Berlin: Hunderte von Filmen buhlen um die Gunst des Publikums und ebenso viele Events stehen auf dem Programm. Entsprechend schwierig ist es, hier die Spreu vom Weizen zu trennen und Anzugträger-Prosecco-Empfänge von wirklichen Parties zu unterscheiden. Ein echtes Feier-Highlight war hingegen die Premieren-Party zum Film “Dog Pound”, zu der das Vice Magazin gemeinsam mit dem Filmverleih Wild Bunch in den Realais-Club eingeladen hatte.
Slicke Jungs, schöne Frauen, jede Menge Beck’s Gold und progressive House-Tunes von der Keinemusik-Crew transportierten die Hitze des Films direkt auf die Tanzfläche des Relais’. Hier wurde nicht lange schwadroniert, es gab keine langatmigen Reden und niemand aus der “Branche” fühlte sich dazu berufen, “ein paar einleitende Worte an das Publikum” zu richten. Die Folge: Es wurde gefeiert, was die Kondition hergab – ohne Kompromisse.
Kompromisslos geht es schließlich auch bei “Dog Pound” zu. Der Streifen des französischen Regisseurs Kim Chapiron erzählt die tragische Geschichte dreier Jugendlicher, die in ein US-Jugendgefängnis eingeliefert werden und sich dort von sadistischen Wärtern und brutalen Insassen terrorisieren lassen müssen. Ein Film voller Gewalt, der die Ungerechtigkeit des US-Stafvollzugs schonungslos aufdeckt.
Auf der Premieren-Party ging es hingegen eher friedlich zu, Ausbrüche gab es nur beim Ausdruckstanz mancher Gäste. Das Beck’s Gold-Motto “Express Yourself” wurde also bestens umgesetzt und bis in den frühen Morgen genüsslich zelebriert. We’re Part of the Wild Bunch!
Der britische Street-Artist Banksy ist wohl die schillerndste Figur der internationalen Street-Art Szene. Niemand weiß genau, wer er ist, seine Kunst so humorvoll wie subversiv, er fungiert als Aushängeschild und als Rolemodel. Man kennt von ihm nur seine Werke, die so gefragt sind, dass sie inzwischen fachmännisch mitsamt der Mauer aus dem öffentlichen Raum herausopertiert werden oder ungefragt in Museen hängen. SlamXHype hat viele Artikel über Banksy und natürlich jede Menge Bilder.
Jetzt kommt sein erster Film heraus, der auch auf der Berlinale, die am 11.02. in Berlin beginnt, gezeigt werden soll. Der Trailer verspricht eine selbstironische Reflektion, “Exit Through the Gift Shop” wird laut eigener Aussage “The World’s First Street Art Disaster Movie”. Auch in diesem Film soll Banksy nur als Stimme zu sehen sein, kündigen sein Agenten an. Hier ist der Trailer:
Es gab mal eine Zeit im Netz, da gab es noch gar kein YouTube. Ja, wirklich! Ich kann mir das auch kaum noch vorstellen, aber das ist wirklich wahr! Und zu der Zeit, das muss so um 99 rum gewesen sein, da gab es eine Seite im Netz, die Kurzfilme gestreamt haben. Was zu der Zeit selten genug war. Die Seite hiess atomfilms.com. Und die hatten auch einige selbstproduzierte Serien. Zum Beispiel die “Bikini Bandits”, eine Gruppe hübscher Frauen die in Bikinis mit großen Gewehren 711s ausrauben, etc. Das war cool. So cool, das ich mir direkt die DVD davon bestellt habe, damit ich das mal in groß und guter Auflösung und ohne Streamgestotter auf meinem Fernseher gucken konnte. Und dann konnte man da, gerade im Angebot, noch so zwei DVDs mit Kurzfilmen mitbestellen. Hab ich gemacht. Und jetzt kommen wir endlich zum Punkt: Auf einer der DVDs war ein Kurzfilm, der für mich immernoch der genialste und lustigste Kurzfilm ist, den ich jemals gesehen habe (und ich hab ne Menge gesehen). Die Idee ist so simpel wie grandios. Ein Gefühl, ein innerer Monolog, den (wage ich mal zu behaupten) jeder von uns kennt. Nur eskaliert das bei uns nicht so…:) Ich will nicht zuviel spoilern, sondern wünsche viel Spass mit Jonah Kaplans “Stalker Guilt Syndrome”
Ich war, glaub ich, irgendwas um die 5 Jahre alt, als ich bei Bekannten die ertse Videospielkonsole meines Lebens gesehen habe. Die Atari 2600. Und ich war natürlich, wie das bei kleinen Jungens eben so ist, sofort in Love. Videospiele haben etwas geändert. Man konnte nun aktiv in das Geschehen auf dem Fernseher eingreifen, das gab es so vorher nicht. Und auch wenn erste Grafiken nur aus wenigen farbigen Klötzchen bestanden und man seine Fantasie bemühen musste um zu erkennen, was auch tatsächlich gemeint war: Das war egal. Es ging nicht um Realismus, es ging ums eintauchen. Nach meinem ersten Kontakt, habe ich mir so etwas natürlich immer gewünscht und natürlich nie bekommen. Erst als ich älter war, so zwischen 10 und 12 habe ich dann meinen eigenen C64 bekommen und sollte Stunden damit verbringen, entweder sinnlose Spiele zu spielen (Mein Favorit war und ist für alle Zeiten “Fort Apocalypse“, falls sich noch jemand erinnert…) oder gleich selbst zu programmieren. Mit meinen sporadischen Basic-Kenntnissen ging das auch einigermassen von der Hand, sprich: Kurze Textadventures habe ich tatsächlich hinbekommen. Ich weiss noch, in einem ging es darum eine Frau zu daten und rumzukriegen…na gut, ich muss also doch eher schon 12 Jahre alt gewesen sein…;)
Es hat lange keine Band gegeben, die den Weg vom Insider- zum Konsensstatus in so kurzer Zeit absolvierte wie The xx. Nicht nur das, sie sind auf dem besten Weg, die Popkultur des laufenden Jahrzehnts nachhaltig zu prägen. Das massive Medienecho und die Leichtigkeit, mit der sie immer größere Hallen ausverkaufen (gerade heute ist es das Berliner Astra, und zwar gleich zwei Mal hintereinander) sprechen da eine eindeutige Sprache. Was diese geradezu hürdenlose Erfolgsgeschichte antreibt, ist schwer zu erklären.
Natürlich ist ihr Debütalbum außerordentlich gut. Natürlich ist es etwas besonderes, ein außerordentlich gutes und reifes Debütalbum von ein paar Teenagern serviert zu bekommen. Dennoch liegt das besondere Moment dieser Band gewissermaßen im Dunklen. In der dunklen Aura ihrer Soundästhetik, in der Inszenierung des Uneindeutigen, das beim Bandnamen anfängt und schließlich von einem entsprechenden Artwork eingerahmt wird. Die ikonische Wirkung ist im Albumcover bereits angelegt und wir alle wissen ja, welchen Geltungsantrieb es haben kann, wenn ein visuelles Dokument der Kontextualisierung und einer gewisse Einwirkzeit ins kollektive Gedächtnis ausgesetzt ist. Warhols Campbell Dosen haben die Studenten WG-Wände ja auch nicht in Wochenfrist erobert.
Es ist zu beobachten, dass sich das ganzheitliche Image, die Bildsprache der Band immer weiter verfeinert. Einen Anteil daran hat der Musikvideokünstler Saam Farahmand, der unter anderem bereits mit den Klaxons, mit Hercules & Love Affair oder Simian Mobile Disco zusammen gearbeitet hat. Seine jüngste Arbeit ist eine das Album „XX“ aufgreifende Videoinstallation, bestehend aus drei schwarzlackierten Säulen, die qua Flatscreen und eingelassenem Verstärker jeweils ein virtuelles The xx-Mitglied verkörpern. In einem Endlosloop läuft eine Performance des kompletten Albums, die es dem Zuschauer erlaubt, zwischen den drei Akteuren hin und herzuspringen und, wie es heißt, auf „ungekannte Weise in das Album einzutauchen.“
Farahmand legt nahe, die Installation losgelöst vom nahe liegenden Kunstverdacht zu begreifen: „Es ist im Wesen ein physisches Musikvideo. Es muss uns klar sein, dass diese Art von Popup-Räumen so normal wie die gewohnten Musikvideos werden sollte und es auch wird. Sie überbrücken die Zeit, bis es uns technologisch möglich ist, die 3D-Erfahrung mit unserem Computer zu streamen als sei es ein Youtube-Clip.“
In Anbetracht der Tatsache, dass auch die live-Auftritte der Band eher ins statische tendieren, kann man fast behaupten, all diejenigen, die für die heutigen Konzerte im Astra keine Karte mehr bekommen haben, werden durch einen Besuch dieser Ausstellung bestens versöhnt. Xx: a sculpture of the album ist noch bis zum 25.01. im .HBC Berlin (Karl-Liebknecht-Straße 9) zu sehen.
Vor ein paar Monaten machte ein ganz entzückendes Video die Runde durch ein paar Blogs. Es handelte sich dabei um Kontaktanzeigen aus den 80er Jahren. Und zwar Videokontaktanzeigen. Das war da wohl so, wie man das hierzulande nur aus amerikanischen Filmen kennt: Man geht da rein, lässt sich von den Agenturmitarbeitern interviewen, versucht möglichst originelle Statements möglichst spontan wirken zu lassen (woran man scheitern MUSS) und der Rest liegt nicht mehr in der eigenen Hand. Potentiellen Matches, also Frauen die ein Interesse an mir haben könnten, auf Grund der Übereinstimmung mehrerer Faktoren, wird das Video dann vorgespielt, wenn sie bei den Partnervermittlern sitzen und wenn ihnen der Mann auf dem Band gefällt, wird der Kontakt hergestellt. Phew. War das noch alles kompliziert vor dem Internet..hehehe. Aber das hatte eben seinen ganz eigenen Charme, siehe hier:
Schon ganz weit vorne wie ich finde. Vor allem der militante Nichtraucher hat es mir sehr angetan, als Frau würde ich da wohl zu Recht schwach. Aber jetzt kommt das eigentlich coole. Im Netz kriegen solche Sachen ja immer eine ganz komische Eigendynamik. Nach kurzer Zeit kam noch ein zweiter Teil des Videos raus, der immer noch ganz lustig ist, aber eben nur ein klassischer Aufguss. Dann hat so ein komischer, deutscher Blogger sich von dem Video so inspirieren lassen, das er selber ein solches Datingvideo aufgenommen hat. Muss jeder für sich selbst entscheiden, wie lustig er das findet:
Aber nun zum wirklichen Überhammer. Da hat sich doch einer hingesetzt und die ganzen Videos mal ein bischen auseinander genommen. Die einzelnen Statements auf Rythmus und Melodie überprüft und dann ein Video draus gebastelt. Dabei hat er die Hook um den natürlichen Singsang eines Protagonisten, der ganz wunderbar “Are you that woman? Please gimme a call…” flötet, quasi drumrum gebastelt. Eine fantastische Arbeit:
Ich wäre glücklich wenn jetzt noch jemand ein Video machen würde, in dem er die Typen alle aufspürt und guckt was die heute so machen. Die haben bestimmt super Storys zu erzählen. Hat der eine auch endlich seine Nichtraucherin gefunden? Was ist mit dem kleinen Hobbykrieger? Und mit dem Fitnesstypen? Und hat auch nur einer von denen sein Glück durch eine Videokontaktanzeige gefunden? Fragen über Fragen. Ich bin mir sicher: Auch hierfür hat das Netz eines Tages die Antworten. (Alle Videos via Nerdcore)
Beck’s Gold ist Partner der neuen, stylischen Mode-meets-Movie Eventreihe “Film + Fest” im Münchener Filmcasino und war natürlich am 11. Dezember dabei, als Premiere gefeiert wurde. Künftig heißt es hier: Einmal im Monat Filme schauen und danach feiern. Eine Stunde lang werden Kurzspielfilme, Dokus, Animations- und Experimentalfilme von Nachwuchsregisseuren aus München, Deutschland und der Welt gezeigt. Dann wird mit Beck’s Gold gefeiert – zu French Elektro, Mashup, House und allem was sonst noch gut ist.
Letzte Kommentare:
MrPander

Als Designer kann man solch ein Buch natürlich immer gut gebrauchen. Außerdem habe ich mir aber auch schon vor Ewigkeiten vorgenommen...
steffen

Wow, ein klasse Buch. Tolle Vorschläge, könnte ich als Raumgestalter gut gebrauchen…
Reini

Habe es als Geschenk für meinen Tatöwierer-Freund vorgesehen