Ich war ja schon immer fasziniert von Zauberern. Dabei war mir das Niveau immer egal. Bedeutet: Ein Großzauberer wie David Copperfield konnte mich genauso beeindrucken wie ein schlechter Partytrickaufführer. Ich fand immer den Akt des zauberns an sich schon bewundernswert genug. Und lasse mich da auch gerne illusionieren.
Nun hat ein gewisser Matt Burke mit seinem Kumpel zusammen auch gezaubert. Und zwar unglaublich! Magisch! Nie dagewesen! Undurchschaubar! :) In Wirklichkeit erinnert es an die Videos, die wir auch in den späten 80ern gemacht haben, mit dem einzigen Jungen dessen Eltern eine Videokamera hatten. Wir haben damals einen Film gedreht, der “Flachländer” hiess, weil wir solche Highlander-Fans waren. Burke und Co haben gezaubert und lassen das ganze auch noch 80er-VHS-style-mässig aussehen, also die perfekte Mischung um die Woche doch gut gelaunt anzufangen. Und immer so schön kurz und knackig! Viel Spass!
- Fangen wir den Tag doch mal so an, wie man das gerne macht: Mit Zombies. Ein Pizzaservice aus Neuseeland hatte da eine Idee für so ein virales Video im Netz, bei dem es um einen ihrer Pizzaboten geht, der versucht eine Pizza auszuliefern obwohl fast die ganze Stadt von einer Horde Zombies besetzt ist. Das Besondere: Man muss am Ende des Videos immer entscheiden, wie es weitergeht. Keine Sorge: Wirkliche Konsequenzen hat das nie, denn selbst wenn man sich falsch entscheidet, wird einem kurz danach die richtige Entscheidung ans Herz gelegt. Das ist sehr Zombienös, aber wie ich finde auch sehr lustig gemacht. Erinnert ein bisschen an die alten, neuseeländischen Peter Jackson Filme. Braindead, Bad Taste und so. Kann man sich auf jeden Fall mal angucken:
- Hier nun etwas ebenso lustiges, aber nicht anders sein könnendes Video: Ein koreanischer Sprachlehrer erklärt per Schulungsvideo englische Schimpfwörter, damit man nicht lächelt und “Thank you” sagt, wenn man von einem Amerikaner beleidigt wird. Dabei gibt es für uns alle noch viel zu lernen. Zum Beispiel das “Bitch” “Hündin” heisst…
- Das hier fand ich ganz geil: Auf einem Diskussionsthread bei reddit hat jemand nach “Sexy Verwandten” gefragt. Und dann kam plötzlich dieser Kommentar dabei raus. Bei dem man sich, je länger er dauert, immer mehr fragt: “What the…?!?!?” bis er dann plötzlich zum Ende kommt, man noch kurz nachdenken muss und dann…das sollte man selber lesen um dieses Erlebnis zu haben und zwar hier.
- Und heute nicht viele Worte, sondern als Musikeinstieg ins Wochenende einfach drei Musikvideos, die es mir auf die ein oder andere Art und Weise angetan haben:
- Zum Schluss vielleicht noch der Hinweis auf folgende lustig gemachte Seite: Zeig mir den Inhalt deiner Tasche und ich versuche dir zu sagen wer du bist. Viel Spass beim raten!
Schönes Wochenende, treibt es nicht zu doll, wir lesen uns am Montag. Ahoi!
Zuerst bin ich auf diesem recht unaussagekräftigen Künstlerprofil bei Artbreak gelandet, auf welchem der Künstler noch unter “StrangelyDrawn” firmiert. Nirgendwo steht der richtige Name des Mannes, der es auf ungewöhnliche Weise schafft, Momente der Popkultur, die uns Kindern der 80er alle so geläufig sind wie die eigene Verwandschaft, zu mashen und zu neuen Momenten zu machen, die einem aber dennoch ganz normal und richtig vorkommen. Da spielt Jimi Hendrix auf einer “Guitar Hero”-Gitarre sein Solo. Oder Han Solo und Chewbacca werden zu Calvin & Hobbes. Oder die Doozer von den Fraggles stellen das bekannte amerikanische Kriegerdenkmal nach. Oder oder oder.
James Hance heisst der gute Mann, der diese fantastischen Bilder malt. Ich zitiere einmal einen kurzen Absatz über ihn, von seiner Homepage:
James Hance is a relentlessly cheerful painter with a superb eye for celebrity portraits, a twisted view on TV and movie fuelled contemporary culture, and a passion for Star Wars. What more could you ask for? Don’t go looking for deep meaning and conceptual theory in Hance’s paintings, it just ain’t there, and it doesn’t need to be. James is probably one of those people you’d meet at a party who started off the life and soul but ends up taking it too far by dancing on the kitchen table or kicking a football through the window.
Mehr muss schätzungsweise gar nicht über ihn gesagt werden. Die Bilder sprechen für sich. Auf seiner Seite kann man sich schonmal einen schönen Nachmittag lang verklicken. Vor allem wenn man die ganzen Anspielungen aufschlüsselt und sich freut, wieder was entdeckt zu haben. Und keine Angst, auch wenn es einen gewissen Star Wars-Schwerpunkt in seiner Arbeit gibt: Das macht nicht alles aus. Es gibt auch genug Bilder ohne Krieg der Sterne-Bezug. Schnell rüber!
Ein Kurzfilm, der so tut als wär er ein Musikvideo, das aber eigentlich ein Kurzfilm ist. Die Übergänge sind in dem Genre ja eher fliessend. Das Teil hier von dem Rapper Blitz the Ambassador, ist aber ein fatastisches Superspecial ohne irgendwelche dämlichen Bling-Bling-Booty-HipHop-Klischees und schon an der Tatsache, das ich eine unglaubliche Gänsehaut hatte, als es vorbei war, lässt es schon aus dem Kreis der Musikvideos heraustreten. Das hat nämlich noch keines bei mir geschafft. Dieser Kurzfilm geht einem wirklich unter die Haut. Watch it:
Man könnte dieser kleinen Serie an sehenswerten Kurzfilmen zum Wochenanfang nun vielleicht einen leichten Schwerpunkt in Richtung von Herrn Willis unterstellen, aber dem ist nicht so. Das dieser Ur-Actionheld nun wieder eine tragende Rolle in dem folgenden Film hat, ist tatsächlich eher Zufall. Dennoch sollte man sich diese Perle nicht entgehen lassen: Tom Judds Abschlussfilm an der Royal Academy of Arts ist ein schönes Animationsfilmchen, das uns im Prinzip den etwas vorsichtigerern Umgang mit unseren Videospielen aufzeigen soll. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall ist es toll gemacht:
Ich bin so aufgeregt! Nächsten Freitag ist Jubiläumsausgabe von MOTW! Hurra! Vorher aber wieder feinsten Prokrastinationsstoff für dieses Wochenende:
- MIt der Tatstatur kann man so ziemlich jedes Teil auf diesem Schreibtisch aktivieren, das dann in einem Loop immeriwieder dasselbe tut, bis man die dazugehörige Taste nochmal drückt. Dann hört es nämlich auf. Diese Beschreibung lässt sich auch kürzer zusammenfassen: Einmal geladen – Zeit vergessen.
- Das Video wurde erst vor einer Woche hochgeladen und hat schon ÜBER EINE MILLIONEN VIEWS?!?!?!?!?!
Zu Recht, sagt da der Meme-Experte, zu Recht:
- Eine Bierflasche, die kriege ich immer und überall auf. Mit einem Handy, einem Feuerzeug, einem Kasten, einer Ecke, einem Stück Papier, einer anderen Bierflasche, whatever. Bei einer Flasche Wein aber, da war die Sache für mich bislang trickier. Als ich noch jung un dverrückt war, da haben wir uns in der Not auch schonmal mit “Flaschenhals abschlagen” beholfen, aber mal ehrlich: Das geht doch nicht. Da muss ich mich noch heute wegen schütteln, ganz abgesehen von dem eher uncoolen “Thrill” ob man vielleicht kleine Splitter mittrinkt. Nein, nein. Es gibt eine deutlich stilvollere Methode, für die man nur eins braucht: Seinen Schuh!
- Die Musik der Woche ist diesmal eine ganze EP, die man sich anhören kann, inkl. eines Downloads. “Kraftklub” heisst die Band aus Chemnitz und die vermischen im weitesten Sinne Indiepop (bzw. dessen Instrumentierung) mit Rap und das in so einer perfekten Mischung, mit super Punchlines, einem guten Gespür für Hooks und in einer Freshness, das man ruhig sagen darf: Ja, darauf habe ich gewartet. Und deswegen sage ich an dieser Stelle: Ja, darauf habe ich gewartet. Vor allem auf den Song “Scheiss Indie-Disco” oder war es “Scheiss in die Disco”? (Und ja, ich weiß das “Witze erklären” das lameste ist, zu dem ein Mensch im Stande sein kann, aber in diesem Fall konnte ich mich nicht zurückhalten…:))
Was man Künstlern nicht alles verzeiht…So zum Beispiel auch ganz offensichtliche Style-Aussetzer, unter denen dieser junge Mann leidet. Aber einen echten Künstler interessiert die Oberfläche eben nicht und deswegen geht das auch klar: Denn was Justus von Bismark so bastelt, das finde ich mehr als grossartig. Und das vor allem ganz abgesehen von seinem, ja durchaus tollen, aber schon so oft abgefeierten “Image Fulgurartor”, der es ihm ermöglicht im Blitz von anderen Kameras Bilder auf diese zu projezieren. Super finde ich seine neue Arbeit, bei der ein Projektor die Bewegung der Kamera auf dem Film, den er abspielt, nachahmt. Okay, das klingt jetzt kompliziert. Einfach mal selber gucken:
Ich mag nicht der modischste Mensch der Welt sein, aber ich liebe Mode und den Zirkus, weil mich das an die guten alten Tage erinnert, als man in der Musikindustrie noch Spass hatte…:)
Hier meine Eindrücke der letzten Fashion Week. Inklusive grosser Trauer, Drama, Verwirrung, Freude, vielen hübschen Mädchen und natürlich Mode, Mode, Modepopode.
Heute mal in die “Mottenkiste” gegriffen und einen meiner absoluten Lieblingskurzfilme ausgebuddelt. Der Film ist zwar von 1999, aber für mich immer noch ein Favourite, weil der so viel gleichzeitig schafft: Slapstick, ein Gefühl reproduzieren, das jeder von uns schonmal hatte, aber nie für Filmwürdig gehalten hatte, einen lustigen Hauptdarsteller und die grosse Kunst, aus einem unspektakulären Geschehen ein echtes Drama zu formen. Fantastischer Film und einer meiner persönlichen All-Time-Classics. Viel Spaß!
Ich finde es eigentlich ganz schön, das sich das so ein bisschen etabliert hier Montags immer Kurzfilmchen zu gucken. Ich denke, das behalte ich jetzt bei. Ich weiß ja auch aus der Kindererziehung: Kontinuität macht Menschen glücklich. Somit haben wir den Wochenstart und das Wochenende fest im Griff. Besser kanns doch gar nicht laufen..:)
Heute haben wir etwas, was viele eigentlich wohl eher für ein Musikvideo halten würden. Weil es ja auf eine gewisse Art und Weise auch eins ist. Aber gerade Musik Videos sind mittlerweile die konsequenteste Form des Kurzfilms und weil das so aufwendig geschnitten ist, nehme ich es heute mal als Kurzfilm. Der Song ist von Jeep Cherokee und heißt “I´m Bruce Willis”, in diesem Clip hören wir aber den Remix von Wreck and Salvage mit dem Titel “Why you try to hurt me girl?”. Soviel zu den Fakten. Der Clip selbst ist aber pure Willis-Awesomeness und zeigt einem ganz gut warum der Typ eigentlich so erfolgreich über so viele Jahre ist: Weil der einfach mal der Coolste von allen ist und das sogar zum Teil in den dämlichsten Filmen. Mag eines der Machwerke, in denen Willis war, noch so ein Schrott gewesen sein, der Typ ging trotzdem unbeschadet als coolste Sau ever aus der Nummer raus. Und wenn man seine Filme mag und gesehen hat, dann findet man natürlich ein paar selbe Gesichter wieder. Und Bewegungsabvläufe. Und wenn man das dann in mühevoller Kleinstarbeit raussucht und zusammenschneidet, dabei noch auf den Beat und die spärlichen Vocalsamples achtet und das in den Schnitt mit einbezieht, dann hat man nichts weniger als ein superspektakuläres Video, das zwar die Studios in ihrer Engstirnigkeit wieder doof finden werden, aber von dem Bruce selbst, da bin ich mir 100 Prozent sicher, mehr als geschmeichelt ist. Ich hör schon auf und wünsche infach nur viel Spass in den nächsten 5 Minuten.
Letzte Kommentare:
Luna
Neulant van Exel – Saving the Einrichtungs-Disabled
Moin moin, obercoole Sache die Badewanne. Insbesondere die Idee mit der LKW-Plane...
Joseph
Kurzfilm am Montag: Something to believe
gefällt mir SUUUUPER….
MC Winkel
Kurzfilm am Montag: Something to believe
Und BTA ist dazu auch noch ein sehr talentierter Holmes, den man wirklich mehr supporten...