Heute möchte ich Euch ein bisschen was von der Come Together Block Party erzählen, die letztes Samstag in Köln stattfand. Mit dem im Herzen der Domstadt gelegenen Rathenauplatz hatte man einen meiner Ansicht nach durchaus blockpartywürdigen Ort des Geschehens auserkoren. Hier stellten die Jungs und Mädels vom Come Together Projekt ein buntes Treiben auf die Beine, welches mit diversesten musikalischen, künstlerischen sowie ess- und trinkbaren Highlights überzeugte. Von Soul und Hip Hop bis zu elektronischeren Klängen war dann bei den Live-Auftritten und DJSets, mit denen von Mittags an der Platz bespielt wurde, eigentlich auch für jeden was dabei. Für die visuelle Verschönerung wurde der Platz mit Lichtinstallationen von Madame Boom (http://madameboom.blogspot.com/) dekoriert und wer sich berufen fühlte, konnte bei Mal- und Sprühaktionen kreativ rumhantieren und der lokalen Künstlerprominenz wie beispielsweise David Jäger aka 1,99 zur Hand gehen.
Mit dem direkt am Rathenauplatz gelegenen Lalic war dann auch genau die richtige Location parat, um zu fortgeschrittener Stunde drinnen weiter zu machen. Bespielt wurde das Ganze dann unter anderem von Marius Bubat, die eine Hälfte des Firm Records Kollektivs Coma, und von den Cómeme-Vertreter Diego & Christian S.
Fazit: Das Come Together Projekt hat seinem sympathischen Namen alle Ehre gemacht und bewiesen, dass die Kölner nicht nur Karneval, sondern auch ne ordentlich Block Party zu feiern wissen. Allen unter Euch, die sich in der nächsten Zukunft in Köln rumtreiben, seien auf jeden Fall auch die kommenden Veranstaltungen ans Herz gelegt, die der Zusammenschluss bereithält. Zum Beispiel die Montagskinoreihe bei der in wechselnden Outdoor- oder Indoorlocations ausgewählte Filme gezeigt werden und das Come Together Festival (10.-12. September) auf dem Bauspielplatz im Kölner Friedenspark. Aktuelle Infos und Reviews der bereits gelaufenen Veranstaltungen gibt’s hier http://www.cometogetherprojekt.de/blog/.
Ich bin ganz ehrlich gesagt nicht so der Einrichtungstyp. Da fehlt mir vermutlich ein Gen zu oder sowas. Ich habe früher immer nach der Maxime gelebt: Wo mein Fernseher steht, da bin ich auch zu Hause. Aber man wird ja älter und manchmal eben auch weiser. Dennoch:
Ich bewunder immer Leute die total stimmig und richtig eingerichtet sind und die sich aber scheinbar gar keine grossen Gedanken darüber gemacht haben. Für die ist das eben normal, stylisch zu wohnen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, eines Tages auch toll zu wohnen. Und sollte ich es nicht allein schaffen, dann mit professioneller Hilfe.
Vor ein paar Tagen bin ich auf dieses äusserst lesenswerte Interview bei “Freunde von Freunden” mit Axel van Exel gestossen. Und abgesehen von den hammerstylischen Fotos bei ihm zu Hause, die genau das zeigen, wie ich wohnen möchte, fand ich folgende Passage im Interview auch noch ausderseelesprechend:
“Ein isländisches Kuratorenpärchen hat uns einmal ihr Vertrauen und den Schlüssel zu ihrer Wohnung gegeben und gesagt: Macht mal, wir sind in 3 Monaten wieder zurück. Ich mag Kunden nicht, die sagen. Ich hab den Tisch gesehen. Bau mir den mal nach. Da muss man aufpassen. Nachbauen geht halt nicht.”
Genau so stell ich mir das auch vor! Hier habt ihr Schlüssel und Budget, jetzt überrascht mich mal. Also habe ich mir nach dem Interview die Seite von van Exel zusammen mit seinem Kumpan Neulant angeguckt und was soll ich sagen: Fantastsiche Arbeiten, die die Grenze zwischen Kunst und Design nicht nur umschiffen, sondern gleich komplett ignorieren. Genauso muss das sein. Mein absoluter Favourite auf ihrer Seite: Die 1,60-Meter hochgelegte Badewanne mit rot gesteppten Wänden aus LKW-Plane. Wie verdammt cool ist das bitte schön?
Also, der Plan ist folgender: Ich werde jetzt reich, dann miet ich mir ein schönes Loft und bevor da irgendwas reinkommt schick ich den Jungs ne Mail und lad sie ein. Und wenn sie fertig sind, dann lad ich euch alle zur Einweihung ein, okay? Mir ist mit meiner Entdeckung von “Neulant van Exel” auf jeden Fall ein Stein vom Herzen gefallen, denn nun weiss ich: Es gibt auch Hilfe für Einrichtungs-Analphabeten wie mich. Hurra!
Weekday ist das schwedische Label, das prägend dafür verantwortlich ist, das die Menschen (wieder) Skinny Jeans tragen (und bezahlen können, ohne sich bis an ihr Lebensende zu verschulden). Und die haben sich was schönes ausgedacht um in Kontakt “with the people” zu bleiben: Die “Cheap Monday Customized”-Tour. In mehreren Weekday-Läden in ganz Europa gab es am 22.4. eine schöne Party, auf der an die 300 Hosen, die alle von Hand modifiziert wurden und damit jede für sich unique machten, präsentiert wurden. Eben customized. Im Interview mit “Dazed” erzählt dann der Chef von Weekday, Örjan Andersson, dann auch was seine Idee hinter der Tour ist:
We love the whole idea of customizing your own jeans, and we wanted to do something with an added value for our fans. The price is the same as always, but every pair is customized by hand in our office. It’s a great way for us to be close to our fans, doing things on a root level. It also involves a great party for everyone!
Und diese Tour hat eben auch im Weekday-Store im wunderschönen Köln am Rhein halt gemacht. Und wie das aussah, das seht ihr hier:
Am letzten Donnerstag feierte Beck’s Gold mit Fashion Victims und Szene-Peoples die Eröffnung des neuen Weekday-Stores in der Kölner Innenstadt. Zunächst wurden die Räumlichkeiten in der Ehrenstraße standesgemäß eingeweiht, bevor es im Anschluss mit einem knackigen DJ-Set von Adam Port in der “Bar zum scheuen Reh” bis in den frühen Morgen weiterging. Wer nicht dabei sein konnte, darf hier angesichts der folgenden Bildchen ruhig ein wenig neidisch werden.
Mit Opa war ich drin, mit einem Baby noch nie, mit meiner halben Familie, dem besten und dem letzten Freund, der Zwillingsseele und einer Sektflasche, mit einem Schild, ohne Schuhe, zu nahezu jeder Uhrzeit schon einmal und auch in jeder Jahreszeit. Großstadtbesuch kann man damit noch immer begeistern, ältere Generationen eher selten und Kleinkinder in jedem Fall. Die Rede ist von den Photoautomaten, die Asger Doenst und Ole Kretschmann in Hamburg, Berlin, Köln, London, Wien, Paris und Dresden aufgestellt haben und an denen so mancher Fan klebt. Als ich noch in Berlin wohnte, war der erste Automat die totale Attraktion. Viele haben das rote Ding am Rosenthaler Platz nur misstrauisch und beinahe ängstlich beäugt, während man selbst kichernd hineinspaziert ist, um nach vier Blitzen kichernd wieder raus zu kommen und kichernd auf die Bilder zu warten, die man dann kichernd angeschaut und weggetragen hat. Mittlerweile bilden sich regelrechte Schlangen vor den Automaten und während man sich noch so denkt, so ein Photoautomat sei doch eigentlich ein leicht zu bedienendes Gerät, beschreibt die aufgeregte Warteschlange eine Reihe von Problemen, mit denen man gar nicht gerechnet hatte. Denn wo der Mensch keine Probleme hat, macht er sich welche. Wir haben beim Warten auf das Blitzquartett mal genauer aufgepasst…
So sieht es aus wenn aus einem schönen leeren 50er Jahre Zimmer eine durchgerockte Partybude wird. Sehr schön gemachtes, aufwendiges Stop-Motion Musikvideo für Comfort Fit’s Bit by Bit.
Comfort Fit ist Boris Mezga und stand schon mit 12 hinter den Plattentellern. Anschließend machte er sich einen Namen in Kölns Musikszene, vor allem in der Creative Commons Landschaft und als einer der herausragendsten Künstler auf Tokyo Dawn Records, die seit 1997 extrem gute Musik frei im Netz veröffentlichen.
Ursprünglich inspiriert durch minimalen Detroit-Techno, Ninja Tune, Nujazz und Hiphop, feilte er schon damals an seinem sehr intelligenten, vielfältigen, aber immer klar erkennbaren ganz eigenen Stilmix zwischen cinematischen Soundlandschaften, schlurfenden Hiphop-Beats mit stolpernden Bässen gepaart mit Samples und akkustischen Instrumenten und teilweise Gesang namhafter Künstler wie z.B. den Blaktronics oder Mercury Waters, die seinen Stücken eine musikalische Hörspiel-Note verleihen.
Sein neues Album heißt “Polyshufflez“, auf der u.a. Blaktronics und der legendäre Howards Marks aka Mr Nice mitgewirkt haben, und erscheint ebenfalls als Download auf Tokyo Dawn Records, dazu gibt es eine sehr schön designte limitierte CD-Version.
Wirklich unglaublich deepes, cooles, verschwurbeltes, hoppiges, steppiges, verrauchtes Zeug!
Hier ein Snippettape des lohnenswerten Albums, weiter unten dann noch ein tolles Mixtape von Comfort Fit. Die LP “Forget and remember” ist noch unter Creative Commons erschienen und als freier Download erhältlich.
Save the date und sucht die Schuhe: Am 6.12, dem Tag an dem andere ihre Schuhe vor die Tür stellen, um sie gefüllt wieder heraus zu holen, könnt ihr eure Sneaker zum Kicks&Cake Sneakermarkt im Kölner Hallmackenreuther tragen.
Man kann sich jetzt anmelden, daher ist uns das auch jetzt schon eine Nachricht wert.
Letzte Kommentare:
Luna
Neulant van Exel – Saving the Einrichtungs-Disabled
Moin moin, obercoole Sache die Badewanne. Insbesondere die Idee mit der LKW-Plane...
Joseph
Kurzfilm am Montag: Something to believe
gefällt mir SUUUUPER….
MC Winkel
Kurzfilm am Montag: Something to believe
Und BTA ist dazu auch noch ein sehr talentierter Holmes, den man wirklich mehr supporten...