Der spanische Fotograf Chema Madoz schafft es, gewöhnliche Alltagsgegenstände in einem Mix zu fotografieren und dem Betrachter das Gefühl zu geben, er befände sich in einem Alternativuniversum.
Madoz studierte Kunstgeschichte an der Universität Complutense in Madrid und besuchte gleichzeitig Fotografiekurse im Centro de Enseñanza de la Imagen. Seine erste Ausstellung hatte er bereits 1985 in der Real Sociedad Fotográfica von Madrid. 1990 beginnt er, sein heutiges Thema überraschender Objekte zu entwickeln, im Jahr darauf werden einige seiner Werke in einer Ausstellung zeitgenössischer Fotografie des Kunstmuseums Reina SofÃa gezeigt.
In den Folgejahren erhält er ein Kunststipendium und veröffentlicht zwei Bücher. 1999 werden Einzelausstellungen in Santiago de Compostela und im Museum Reina SofÃa gezeigt. Im Jahr 2000 erhält er den Nationalen Fotografiepreis des spanischen Kulturministeriums, den japanischen Higasikawa-Preis für ausländische Fotografen und den Premio PhotoEspaña. Inzwischen kann er auf 60 Einzelausstellungen zurückblicken, hat 8 Bücher veröffentlichst und ist bei Publikum und Kritikern anerkannt. Seine Werke befinden sich unter anderem im Kunstmuseum Museo Reina SofÃa (Madrid) und dem Museum of Fine Arts, Houston.
INSA ist ne coole Sau. Der hat seine eigene Bildsprache gefunden, ein Piece von dem erkennt man unter Tausenden anderer Grafittis sofort. Das ist ja eigentlich das derbste, was dir als Writer passieren kann, das ein interessierter Laie (so wie ich) deine Sachen sofort erkennt. An der Stelle also schonmal ein riesiges, fettes CHECK.
- Dann hat der Typ auch noch so coole Aufträge, wie eine eigene, kleine aber supernice Kollektion für Nike zu entwerfen, die dann mit fettem Launch gefeiert wird. Also auch hier: CHECK.
- Und dann hat er auch noch ein eigenes Heels-Label, dessen Aufgabe es ist sexy Stöckelschuhe für sexy Ladies zu designen und zu vertreiben (und einen sexy Katalog dazu zu machen). Da bleibt mir natürlich auch nur ein: CHECK.
- Und dann macht der Grafittis, die er fotografiert, ändert, nochmal fotografiert und dann als Gif ins Netz stellt. Nicht das ich nicht schon geniale Grafitti-Kurzfilme gesehen hätte, auf denen die ganze Wand lang animiert wird, aber das hier funktioniert eben als kleines, animiertes Bildchen. Das find ich schon sehr groß. Und hypnotisiert wird man davon scheinbar auch. Deswegen: Eigene Grafitti-Bilder im Netz auch für Nicht-Kenner interessant machen? CHECK.
Schnapszahl! Prost! Man muss die Feste feiern wie sie fallen…:) (Trotz, huuuuuhuuuu, Freitag, dem 13.!!!!)
- Da war also dieser Typ in Antwerpen. Und der hat sich ein Fahrrad gekauft. Und das wurde geklaut. Und dann hat er sich wieder eins gekauft. Und das wurde wieder geklaut. Und dann hat er sich noch eins gekauft. Und das wurde auch wieder geklaut. Und da kam er auf den Trichter, das irgendwas faul sein muss. Und dann hat er entdeckt, woran es liegt und beschlossen es via YouTube mit der ganzen Welt zu teilen. Und ich muss immernoch kichern.
- Ein Text gegen Fereinhäuser. Gut begründet und von der tollen Sibylle Berg. Zwar schon was älter, aber dennoch super und mit meinem neuen, abslouten Lieblingszitat: “Irgendwie fand da zu viel Holz statt.”
- Jemand fliegt von New York nach Berlin. Kommt täglich vermutlich ziemlich oft vor. Wenn dieser jemand aber zufällig absolut grossartig zeichnen kann, ihm zufällig auf dem Flug auch noch absolut langweilig ist und er seine Stifte und ein Skizzenbuch zur Hand hat und sich dann noch die Mühe macht, das nach dem Flug alles einzuscannen: Dann hat man dieses grossartige Ergebnis aus der Feder von Christoph Niemann: “What to do on a flight from New York to Berlin?”
- Das hier wird das Cover des neuen Weezer-Albums
Für alle normalen Menschen wie mich, die nie “Lost” geguckt haben, mindestens verstörend. Mehr Infos bei Pitchfork.
- Das neue Fanta 4-Video mit Florian Lukas ist wirklich super. Echt! Gucken!
Ich steh ja auf Kunst im öffentlichen Raum. Na gut, das ist etwas zu allgemein formuliert. Ich steh auf gute Kunst im öffentlichen Raum, die sich für mich in erster Linie dadurch auszeichnet, das sie sich ihrer Umgebung anpasst und erst auf den zweiten Blick entdeckt werden kann, anstatt sich wie ein Alien zu verhalten, das sich ins Auge des Betrachters drängt und schreit: BEACHTE MICH! Das ist vielleicht eine etwas konkretere Beschreibung. Stimmt vielleicht auch nicht hundertprozentig, kommt meiner Vorliebe aber dennoch deutlich näher. Oder, um es noch konkreter zu machen: Ich liebe die Arbeiten von Helmut Dick!
Helmut Dick ist 1969 in Bonn-Duisdorf geboren – übrigens 7 Jahre bevor ich genau an dem gleichen Ort zur Welt gekommen bin. 2001 hat er dann seinen “Master of fine Arts” in Amsterdam gemacht und seitdem schon so einige Installationen in die Öffentlichkeit integriert. Dazu gehören so schöne Sachen wie eine “FC-Hochburg“, die mich als Köln-Fan natürlich besonders freut oder sehr gelungen finde ich auch die “Sheep-Prothesis“, bei der jemand mit einem halben Schaf an Stelle des Kopfes rumläuft (da bekommt der Name “Schafskopf” eine völlig neue Bedeutung…:)).
Meine absolute Lieblingsarbeit aber ist “The single Family-House Rhizome“, eine Installation wie ich sie, wie eingangs erklärt, besonders gerne mag. Denn im ersten Moment hält man sie gar nicht für ein Kunstwerk oder etwas bewusst künsterlisches. Vermutlich fällt sie einem als erstes gar nicht besonders auf und wenn, dann könnte man meinen, das ist ein Behälter für, meinetwegen, Salz im Winter, oder sowas.
In Wirklichkeit ist es aber eine Art Fortsatz. Und zwar des Hauses gegenüber. Nur eben noch nicht ausgewachsen. EIn kleiner Ableger. Aus dem vielleicht mal ein großes Haus wird, man kann sich aber nicht so sicher sein. Die kleine Version hat alles, was die große auch hat: Die gleiche Farbe auf dem Putz, ein kleines, sorgfältig gedecktes Dach und ein kleines Fenster mit den gleichen Rolladen davor. Nur ist es eben auf der anderen Strassenseite. Nicht mehr auf dem gleichen Grundstück. Und nicht mehr fester Bestandteil des “Mutterhauses”.
So eine Arbeit lässt sich natürlich auf vielfältige Weise lesen. Es geht um Verbreiterung von Lebensraum, vom menschlichen okkupieren neuer Räume zum Beispiel. Es kann aber auch als Kritik an dieser schrecklichen Neubau-Architektur gelesen werden, da die Arbeit in einer anscheinend komplett neu erstandenen Siedlung steht. Vielleicht ist das aber auch sehr persönlich gemeint: Ich mag ein Haus haben, das heisst aber nicht das ich mich nicht noch erweitern könnte. Optisch ist die Arbeit sicher unspektakulärer als zum Beispiel das Schaf, das in einer Kiste den Fluss runtertreibt, hat aber für mich so viele Ebenen, das ich mir da stundenlang meine Gedanken zu machen könnte. Weitere Arbeiten bitte auf Helmut Dicks Seite bestaunen. Die einzige Frage, die sich mir noch stellt ist: Was machen die Hebammen in Bonn-Duisdorf anders? :)
- Fangen wir den Tag doch mal so an, wie man das gerne macht: Mit Zombies. Ein Pizzaservice aus Neuseeland hatte da eine Idee für so ein virales Video im Netz, bei dem es um einen ihrer Pizzaboten geht, der versucht eine Pizza auszuliefern obwohl fast die ganze Stadt von einer Horde Zombies besetzt ist. Das Besondere: Man muss am Ende des Videos immer entscheiden, wie es weitergeht. Keine Sorge: Wirkliche Konsequenzen hat das nie, denn selbst wenn man sich falsch entscheidet, wird einem kurz danach die richtige Entscheidung ans Herz gelegt. Das ist sehr Zombienös, aber wie ich finde auch sehr lustig gemacht. Erinnert ein bisschen an die alten, neuseeländischen Peter Jackson Filme. Braindead, Bad Taste und so. Kann man sich auf jeden Fall mal angucken:
- Hier nun etwas ebenso lustiges, aber nicht anders sein könnendes Video: Ein koreanischer Sprachlehrer erklärt per Schulungsvideo englische Schimpfwörter, damit man nicht lächelt und “Thank you” sagt, wenn man von einem Amerikaner beleidigt wird. Dabei gibt es für uns alle noch viel zu lernen. Zum Beispiel das “Bitch” “Hündin” heisst…
- Das hier fand ich ganz geil: Auf einem Diskussionsthread bei reddit hat jemand nach “Sexy Verwandten” gefragt. Und dann kam plötzlich dieser Kommentar dabei raus. Bei dem man sich, je länger er dauert, immer mehr fragt: “What the…?!?!?” bis er dann plötzlich zum Ende kommt, man noch kurz nachdenken muss und dann…das sollte man selber lesen um dieses Erlebnis zu haben und zwar hier.
- Und heute nicht viele Worte, sondern als Musikeinstieg ins Wochenende einfach drei Musikvideos, die es mir auf die ein oder andere Art und Weise angetan haben:
- Zum Schluss vielleicht noch der Hinweis auf folgende lustig gemachte Seite: Zeig mir den Inhalt deiner Tasche und ich versuche dir zu sagen wer du bist. Viel Spass beim raten!
Schönes Wochenende, treibt es nicht zu doll, wir lesen uns am Montag. Ahoi!
Ich bin ganz ehrlich gesagt nicht so der Einrichtungstyp. Da fehlt mir vermutlich ein Gen zu oder sowas. Ich habe früher immer nach der Maxime gelebt: Wo mein Fernseher steht, da bin ich auch zu Hause. Aber man wird ja älter und manchmal eben auch weiser. Dennoch:
Ich bewunder immer Leute die total stimmig und richtig eingerichtet sind und die sich aber scheinbar gar keine grossen Gedanken darüber gemacht haben. Für die ist das eben normal, stylisch zu wohnen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, eines Tages auch toll zu wohnen. Und sollte ich es nicht allein schaffen, dann mit professioneller Hilfe.
Vor ein paar Tagen bin ich auf dieses äusserst lesenswerte Interview bei “Freunde von Freunden” mit Axel van Exel gestossen. Und abgesehen von den hammerstylischen Fotos bei ihm zu Hause, die genau das zeigen, wie ich wohnen möchte, fand ich folgende Passage im Interview auch noch ausderseelesprechend:
“Ein isländisches Kuratorenpärchen hat uns einmal ihr Vertrauen und den Schlüssel zu ihrer Wohnung gegeben und gesagt: Macht mal, wir sind in 3 Monaten wieder zurück. Ich mag Kunden nicht, die sagen. Ich hab den Tisch gesehen. Bau mir den mal nach. Da muss man aufpassen. Nachbauen geht halt nicht.”
Genau so stell ich mir das auch vor! Hier habt ihr Schlüssel und Budget, jetzt überrascht mich mal. Also habe ich mir nach dem Interview die Seite von van Exel zusammen mit seinem Kumpan Neulant angeguckt und was soll ich sagen: Fantastsiche Arbeiten, die die Grenze zwischen Kunst und Design nicht nur umschiffen, sondern gleich komplett ignorieren. Genauso muss das sein. Mein absoluter Favourite auf ihrer Seite: Die 1,60-Meter hochgelegte Badewanne mit rot gesteppten Wänden aus LKW-Plane. Wie verdammt cool ist das bitte schön?
Also, der Plan ist folgender: Ich werde jetzt reich, dann miet ich mir ein schönes Loft und bevor da irgendwas reinkommt schick ich den Jungs ne Mail und lad sie ein. Und wenn sie fertig sind, dann lad ich euch alle zur Einweihung ein, okay? Mir ist mit meiner Entdeckung von “Neulant van Exel” auf jeden Fall ein Stein vom Herzen gefallen, denn nun weiss ich: Es gibt auch Hilfe für Einrichtungs-Analphabeten wie mich. Hurra!
Bevor die großartige ATM Galerie demnächst in eine wohlverdiente Sommerpause entschwindet, hat man sich dort noch flugs ein paar Urban Artists aus Hamburg für die aktuelle Ausstellung Quantomirokaze geangelt, die sich beide auf dem Metier der Schablonenmalerei auszeichnen [sic].
Bis zum Ende dieser Woche könnt ihr in der Brunnenstraße 24 also noch einen Blick auf die jüngsten Werke von Dash3Ultra werfen, der ebenfalls als Hauptakteur der Hamburger Stencil Crew ASA (Altona Stencil Artists) gilt und dessen Markenzeichen in erster Linie aus pixeligen Antihelden besteht. Menschen also, deren traurige Berühmtheit in der Beteiligung an düsteren historischen Begebenheiten wie dem Atombombenabwurf auf Hiroshima (einem Ereignis, das übrigens demnächst 65 Jahre lang her sein wird) oder auch dem Beginn des Irakkriegs beruht.
Der zweite Künstler im Ausstellungsbunde steht keineswegs da rum, sondern trägt lediglich den hübschen Namen mittenimwald. Er selbst nennt die Werbebranche seinen Arbeitshintergrund, was sich in seinen Werken auch unverkennbar niederschlägt. Die Paste-Ups verbinden Elemente des gepflegten Konsumterrors mit popkulturellen Anspielungen, Punk und modernen Schönheitsidealen. Und wer hätte schließlich gedacht, dass man so aparte Themen wie Armut, Hunger und Mettwurst in solch ansehnliche Nicht-Gewänder stecken kann? mittenimwald war jedenfalls schon Punkrock, da war Punkrock noch kommerziell! Aber am besten überzeugt ihr euch selbst vom Ergebnis dieser gelungenen Ausstellungskollaboration…
Zuerst bin ich auf diesem recht unaussagekräftigen Künstlerprofil bei Artbreak gelandet, auf welchem der Künstler noch unter “StrangelyDrawn” firmiert. Nirgendwo steht der richtige Name des Mannes, der es auf ungewöhnliche Weise schafft, Momente der Popkultur, die uns Kindern der 80er alle so geläufig sind wie die eigene Verwandschaft, zu mashen und zu neuen Momenten zu machen, die einem aber dennoch ganz normal und richtig vorkommen. Da spielt Jimi Hendrix auf einer “Guitar Hero”-Gitarre sein Solo. Oder Han Solo und Chewbacca werden zu Calvin & Hobbes. Oder die Doozer von den Fraggles stellen das bekannte amerikanische Kriegerdenkmal nach. Oder oder oder.
James Hance heisst der gute Mann, der diese fantastischen Bilder malt. Ich zitiere einmal einen kurzen Absatz über ihn, von seiner Homepage:
James Hance is a relentlessly cheerful painter with a superb eye for celebrity portraits, a twisted view on TV and movie fuelled contemporary culture, and a passion for Star Wars. What more could you ask for? Don’t go looking for deep meaning and conceptual theory in Hance’s paintings, it just ain’t there, and it doesn’t need to be. James is probably one of those people you’d meet at a party who started off the life and soul but ends up taking it too far by dancing on the kitchen table or kicking a football through the window.
Mehr muss schätzungsweise gar nicht über ihn gesagt werden. Die Bilder sprechen für sich. Auf seiner Seite kann man sich schonmal einen schönen Nachmittag lang verklicken. Vor allem wenn man die ganzen Anspielungen aufschlüsselt und sich freut, wieder was entdeckt zu haben. Und keine Angst, auch wenn es einen gewissen Star Wars-Schwerpunkt in seiner Arbeit gibt: Das macht nicht alles aus. Es gibt auch genug Bilder ohne Krieg der Sterne-Bezug. Schnell rüber!
Der sogenannte jüdische Humor ist fast schon ein Markenzeichen, die US-amerikanische Unterhaltungsindustrie ohne Woody Allen- oder Mel Brooks-Filme, ohne die Vorarbeit der Marx Brothers, ohne Comedians wie Billy Crystal oder Jerry Seinfeld oder Formate wie Saturday Night Life beinahe nicht vorstellbar. Auch die Literatur wurde von Autoren jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung geprägt. Man denke nur an Franz Kafka, Lion Feuchtwanger, Heinrich Heine oder auch an Philip Roth – einen der wichtigsten Schriftsteller der Gegenwart. Erstaunlicherweise ist die Mithilfe von Zeichnern und Autoren jüdischen Glaubens an der Entwicklung der Comickultur weit weniger nachhaltig im öffentlichen Bewusstsein verankert. Tatsächlich haben auch viele der mittlerweile per Kinoleinwand zu Weltrum gelangten Superhelden wie Superman, Spiderman oder Batman einen jüdischen Ursprung.
Es waren vor allem jüdische Immigranten in New York, die am Ende des 19. Jahrhunderts das Comicgenre entwickelten. Zunächst in Beilagen von Tageszeitungen, später dann in eigenständigen Publikationsformen. Auch der Superheldencomic hat seinen Ursprung in New York. Ende der dreißiger Jahre schufen die Söhne jüdischer Einwanderer Figuren wie Superman, Batman oder Captain America als kulturelle Projektionsflächen eines nordamerikanischen Patriotismus. Der Kampf gegen Hitlerdeutschland begann auf dem Papier tatsächlich Jahre bevor die USA tatsächlich in den Krieg gegen Hitler eintraten.
Auch die nächste Generation der Superhelden, die zu Beginn der Sechziger Jahre auf den Plan trat, solche Figuren wie The Incredible Hulk oder die X-Men wurde von jüdischen Comic-Artists entwickelt.
Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin arbeitet die Kulturgeschichte des jüdischen Comics nun bereits seit drei Monaten auf. Es sind dort mehr als 400 Objekte von über 40 Künstlern des Genres ausgestellt (u.a. Rube Goldberg, Will Eisner, Harvey Kurtzman, Art Spiegelman, Joann Sfar). Chronologisch geordnet schlagen sie den Bogen von den ersten Comicstrips über die Entstehung des Superheldencomics, die hippieske Undergroundbewegung der 60er Jahre hin zur moderneren Form der Graphic Novel. Durchaus interessant ist auch das Präsentationsdesign der Ausstellung, man gewinnt beinahe den Eindruck, sich innerhalb überdimensionaler aufgeschlagener Comicseiten zu bewegen.
Die Ausstellung ist nur noch eine Woche lang, bis zum 08. August zu sehen. Eile ist also geboten – es lohnt sich.
Eine wahnsinnig großartige Bilderserie von dem Fotografen Dustin Humphrey für das Street-/ Surf-/ und Skate-Label Insight51, für welche er 2009 mit dem Sony World Photography Award in der Kategorie Commercial/Advertising ausgezeichnet wurde. “Aber das kann doch Jeder mit Photoshop-Grundkenntnissen!” und “Alles schonmal gesehen!” oder “FAKE!” höre ich Euch rufen. Ich sag’s ungern, aber Ihr irrt: bei diesen Bildern – und das ist das wirklich derbe! – handelt es sich nicht um Fotomontagen! Humphrey stand selbst im Wasser und wartete quasi auf den perfekten Moment, in dem die Überwasser-Surfer mit den Unterwasserleuten am besten harmonierten. Möchte nicht wissen, wieviele Gigabytes an Fotmaterial er für die Nachbearbeitung mit nachhause genommen hat.
Dustin Humphrey ist einer der weltweit wichtigsten Surf-Fotografen. Seine Arbeiten haben nicht nur die Magazine verändert, man sagt ihm nach er hätte die ganze Welt des Fotojournalismus dank seiner experimentellen Ansatzes und den immer neuen Themen geprägt.
Letzte Kommentare:
Luna
Neulant van Exel – Saving the Einrichtungs-Disabled
Moin moin, obercoole Sache die Badewanne. Insbesondere die Idee mit der LKW-Plane...
Joseph
Kurzfilm am Montag: Something to believe
gefällt mir SUUUUPER….
MC Winkel
Kurzfilm am Montag: Something to believe
Und BTA ist dazu auch noch ein sehr talentierter Holmes, den man wirklich mehr supporten...