andreas.richter

andreas.richter schrieb am 06.03.2010:

STREICHELZOO DER FORTSCHRITTSVERWEIGERER

 

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Seit Jahren geistert das Schlagwort der ‚Tonträgerkrise’ durch die Einschätzungen der Musikmarktexperten und die Schlagzeilen der entsprechenden Branchenblätter. Natürlich, wir stecken de facto mittendrin. Der Tod der CD ist beglaubigt, im Prinzip liegt sie halbtot röchelnd auf dem Sondermüllfriedhof, sich bis in alle Ewigkeit der Zersetzung verweigernd.

Dream Cube Shanghai Expo 2010

Kleine Notiz am Rande: Natürlich sind Cds nicht völlig nutzlos geworden, immerhin kann man aus den Trays Expo-Pavillions bauen.

Aber davon abgesehen will ihnen kaum noch jemand Coolnessvorsprung oder Revivalchancen einräumen. Nicht so wie den Musikkassetten, die seit geraumer Zeit ein Underground-Comeback erleben und von eigens darauf spezialisierten Tape-Labels wieder ausgegraben werden. Und bei weitem nicht wie bei der Vinylschallplatte, die natürlich nie wirklich weg war, deren Verkaufszahlen sich aber seit dem Anbruch der MP3-Hegemonie und dem Niedergang der CD ganz erfreulich stabilisieren. Gewiss, Vinyl ist kein zukunftsfähiges, sondern ein Liebhabermedium. Es ist ein nostalgisches Relikt, in dessen Renaissance sich die reaktionären Spleens der älteren Semester („Ich brauche was zum Anfassen!“) bündeln und das folglich den zweiten Frühling erlebt, bis die Generation iPod es irgendwann aus dem kollektiven Gedächtnis herausgeshuffelt hat. Aber in einer Gegenwart der sich immer weiter verkürzenden Halbwertzeiten von Trägermedien (auch der Tod des iPods wird bereits prophezeit), ist der Schwundaufschub der großen schwarzen Scheibe eines der wenigen beruhigenden Zeitzeichen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Vinyl nicht mehr ausschließlich der unvergleichbaren Soundtiefe und der Rezeptionspraxis wegen gepresst wird. Selbst ein großer Teil der Schallplattenverfechter ist einfach zu faul geworden, nach gut zwanzig Minuten zum Turntable zu laufen und die Platte umzudrehen. Viele Labels bedienen die neuen Hörgewohnheiten und legen den Vinyls Coupons zum kostenlosen Download der enthaltenen Musik bei. MP3 für den Praxisgebrauch, das Medium für den ästhetischen Mehrwert. Das MP3 wandert ins iTunes, die LP in den Plattenschrank. Damit wurde das Trägermedium auf groteske Weise von allen Funktionalitätsbedingungen befreit. Es muss nur noch schön aussehen, möglichst limitiert sein und das Gewissen des Besitzers dahingehend beruhigen, dass er das Stück Musik eben tatsächlich besitzt und er es qua Plattensammlung auch jedem beweisen kann. Kurz gesagt: Eine Schallplatte hat heute keinen Nutzen mehr außer den, sich auf sie einen runterholen zu können. Das klingt vielleicht hart, aber hey, Fetische dieser Art sind doch das normalste der Welt. Und es gibt einen interessanten Nebeneffekt. Da Schallplatten eigentlich nur noch gut aussehen müssen, tun sie genau das in besonderem Maße. Besonders üppig ausgestattete Vinyleditionen sind kaum noch auf den Die-hard-Fan zugeschnittene Sonderformate, sondern in den Neuheiten-Regalen der Plattenläden beinahe schon Normalität. Beispiel gefällig?

Exhibit A: Sufjan Stevens – The BQE

Normalerweise durchmessen die Alben des Singer/Songwriters ganze US-Bundesstaaten. Nachdem er „Michigan“ und „Illinoise“ (sic!) aufnahm, machte er sich immer wieder einen Spaß daraus, Gerüchte darüber zu streuen, er hätte für jeden der 50 Bundesstaaten ein Album in Planung. Die Neigung zum Größenwahn legt er auch dann nicht ab, wenn er sich zwischen den regulären Albumveröffentlichungen anderen Projekten widmet. Wie zum Beispiel dieser Aufnahme eines Orchesterstückes, das – Achtung! – durch den Brooklyn-Queens-Expressway und – noch mal Achtung! – den Hula Hoop-Reifen angeregt wurde. Die Suite wurde im Jahr 2007 im Rahmen einer audiovisuellen Performance in der Brooklyn Academy of Music aufgeführt und vor kurzem wurde die Veröffentlichung hinterher geschoben, die ihrerseits die eine oder andere multimediale Ebene hinzufügt.

Die LP steckt in einem schönen, rundum bedruckten, dreiteiligen Gatefold.

Um auch nicht-New Yorkern die „Psychedelic Glory“ der Dauerstau-geplagten Schnellstraße vor Augen zu führen, liegt der Platte ein 32-seitiges, vollfarbiges Booklet mit Collagen aus Fotomaterial und exzentrischen Typografien, bzw. Form-Assoziationen bei, das Stevens höchstselbst mit einem ausufernden Essay über den Expressway anfüttert.

Das scheint dem Kreativität-sprühenden Alleskönner aber noch nicht gereicht zu haben. Als weitere Dreingabe gibt es einen 40-seitigen Schwarzweiß-Print des „Super Teenage Hooper Heroes“-Comics, dessen aberwitzige Story natürlich ebenfalls von Stevens selbst stammt.

Sufjan Stevens – The BQE ist bei Asthmatic Kitty Records erschienen.



Exhibit B: Joanna Newsom – Have One on Me

Bereits das letzte Album der gefeierten Harfe-zupfenden Songwriterin war Aufsehen erregend verpackt. In der Tendenz zum Opulenten Sufjan Stevens durchaus die Hand reichend, war die bisherige Diskografie der Amerikanerin eigentlich nur durch eines zu krönen: durch ein Dreifach-Album.

Entsprechend sind drei Schallplatten enthalten, jeweils mit Kontrast-satten Portraits auf der einen und der jeweiligen Tracklist auf der anderen Seite.

Zusammen mit einem achtseitigen Textheft werden die Tonträger von einem barock illustrierten Karton zusammengehalten.

Joanna Newsom – Have One on Me ist bei Drag City erschienen.

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Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg schrieb am 05.03.2010:

Memes of the week Pt.6

 

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Wochenend und Sonnenschein. Dieses Wochenende wird wohl keiner in der Bude hocken. Alle treibt es nach draussen. Ein Grund mehr sich in den letzten Stunden noch ein bisschen abzulenken. Und dafür ist diese feine, kleine Serie ja da. Los gehts!

Halleluja! Batarangs für alle! [via Quitzi]

- Das Video der Woche ist von der Meme-Meister-Band OkGo. Ich höre die ja schon seit Jahren und mir gefallen die immer sehr gut, bin da also voreingenommen. Bei denen klingt jedes Album wie das erste von Weezer, so Pop-Gitarren-Gedöns, ich mag sowas halt. Die große Aufmerksamkeit haben sie aber wohl hauptsächlich durch ihre Videos bekommen, welche den Begriff “viral” im Netz erstmal so richtig schön definiert haben. Unvergessen das Laufband-Choreographie-Video, das ja eigentlich das follow-up zu einem choreographierten Clip war, der eben ohne Laufbänder auf einem Hinterhof stattfand, aber eine erstaunlich lustige und unique Choreo aufzuweisen hatte an der sich so manches Fernsehballet ein Beispiel nehmen dürfte. Nun sind sie mit einem neuen Clip zurück und haben dafür eine extrem spektakuläre Rune-Goldberg-Maschine gebaut. Das bedeutet: Eine Maschine deren einziger Zweck ist zu laufen, in einer aufregenden Kettenreaktion. Hammervideo, wie immer (muss man ja schon dazu sagen…)

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Reinhold Koehler

Reinhold Koehler schrieb am 03.03.2010:

Weekday Eröffnung in Köln

 

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Am letzten Donnerstag feierte Beck’s Gold mit Fashion Victims und Szene-Peoples die Eröffnung des neuen Weekday-Stores in der Kölner Innenstadt. Zunächst wurden die Räumlichkeiten in der Ehrenstraße standesgemäß eingeweiht, bevor es im Anschluss mit einem knackigen DJ-Set von Adam Port in der “Bar zum scheuen Reh” bis in den frühen Morgen weiterging. Wer nicht dabei sein konnte, darf hier angesichts der folgenden Bildchen ruhig ein wenig neidisch werden.

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Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg schrieb am 26.02.2010:

Memes of the week Pt. 5

 

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Was für eine Woche! Wir hatten eine grossartige T-Shirt-Präsentation im Firmament-Store, das Video dazu kommt auch noch. Jetzt aber erstmal wieder unsere geliebten Netzfundstücke, für einen gemütlichen Slide ins Wochenende:

- Wenn Männer Frauenmagazine schreiben würden, wie sähen die wohl aus? Das waren zumindest die Gedanken, die man sich beim Roundup von Cool Material gemacht hat, und das Ergebnis ist tatsächlich sehr lustig, wie ich finde. Für weitere Lacher, bitte hier entlang.

- Eine Reiseagentur für Kuscheltiere. Eine Reiseagentur für Kuscheltiere! EINE REISEAGENTUR FÜR KUSCHELTIERE! Wirklich ausnahmslos IMMER wenn man denkt, man habe schon alles gesehen kommt so was um die Ecke. EINE REISEAGENTUR FÜR KUSCHELTIERE!

- Emanuel ist der Sänger von “I´m from Barelona” (die wir ja zuletzt in dieser Rubrik hier hatten, wegen ihrem Gratisalbum, das jetzt übrigens KOMPLETT auf ihrer Seite zum Download steht…) und der hat eine ganz charmante Idee für ein kleines Fotoblog gehabt: Es klaut Autos. Er klaut sie auch nur ganz kurz, nur wenige Sekunden, die Besitzer werden es gar nicht merken, sie werden vielleicht sogar nie davon erfahren. Aber deswegen heisst sein Blog natürlich konsequenterweise “I steal cars”. Und zwar in dem Moment, in dem er sich neben ihnen ablichten lässt, als wäre er der Besitzer. Und diese Bilder sammelt er hier. Schöne, kleine Idee.

- Ein komplettes Fotoblog über Babies with Laser eyes. Nuff said.

- Es ist nunmal schwer, einen solchen Hype wie “Chatroulette” zu erklären. Man sagt den Meisten, sie mögen es doch bitte einmal ausprobieren, aber die meisten geben nach wenigen Minuten auf und ärgern sich darüber hauptsächlich diverse männliche Geniatlien in allen erdenklichen Farben und Formen gesehen zu haben. Aber die muss man aus seinem Bewusstsein ausblenden, dann erfährt man die ganze Magie dieser wunderbar simplen Seite. Oder man lässt es sich ganz liebevoll von Casey Neistat erklären, der eine kleine Kurzdoku zum Thema gedreht und ins Netz gestellt hat. Bitte sehr: Alles über die Magie von Chatroulette.

[VimeoDirektNEXT!, via Polkarobot]

Und wo wir schonmal bei Chatroulette sind: Auf dieser Seite werden besonders schöne Screenshota aus besonders merkwürdigen Chatroulette-Sessions gesammelt. Das ist oftmals NSFW, aber manchmal auch ganz bezaubernd und unheimlich lustig, wie hier, wo der Chatrouletter versucht seinen Gesprächspartner per Chat aufzuwecken…Mehr solcher Fundstücke bei chatrouletteimages.com.

- Der Song der Woche heisst “Song for the lovers” und ist von Bark Bark Disco. Ein kleines Wohnzimmer-Lo-Fi-Projekt, die sich eine Woche vor ihrem ersten Konzert überhaupt erst gegründet haben. Die haben jetzt ein ganz lustiges Karaoke-Balken-Video gemacht, mit einem wirklich sehr süssen Song (Entdeckt bei APC):


[YouTubeDirektZensur!]

Und das schöne daran ist: Wenn einem das gefällt und man gerne das ganze neue Album von denen hören würde, dann muss man einfach nur auf ihre Homepage und kann sich das da für umme runterladen. Ich das nichts? Euer Soundtrack fürs Wochenende. Das Internet ist einfach unglaublich.

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andreas.richter

andreas.richter schrieb am 21.02.2010:

VON DER ARBEIT UND IHREN FRÜCHTEN – SHOUT OUT LOUDS ÜBER IHR NEUES ALBUM

 

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Albumcover Shour Our Louds WorkWenn Adam Olenius nicht der Sänger der Shout Out Louds wäre, könnte er auch glatt als Double von  Jason Schwartzman durchgehen. Dieser Gedanke drängt sich als allererstes auf, als ich mich zu ihm an den Tisch setze. Mit der Vermutung, nicht der erste zu sein, der diesen Vergleich anschleppt, liege ich goldrichtig. Ehe wir uns versehen, gleiten wir in Mutmaßungen darüber ab, wie lange es wohl noch dauern könnte, bis nicht er mit Jason Schwartzman, sondern Jason Schwartzman mit ihm verglichen wird und gleichen den Kenntnisstand über dessen (also Schwartzmans) neue Serie „Bored to Death“ ab. Allzu lange dürfte sich der Welterfolg wohl nicht mehr bitten lassen. Die Schweden haben ihren Pop-Entwurf in den letzten Jahren immer weiter verfeinert und mit dem aktuellen Album „Work“ den Szene-Credit ‚Schwedenpop’ auch in eine weiter gefasste Gültigkeit ihres charmanten Gitarrensounds übersetzt. Man könnte wohl auch sagen, sie klingen nun internationaler.

Als sie vor wenigen Wochen in Berlin dieses Album vorstellten, konnten wir neben der Klärung der Doppelgängerproblematik glücklicherweise auch noch ein paar Hintergründe der Albumproduktion aufdecken.

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Reinhold Koehler

Reinhold Koehler schrieb am 17.02.2010:

Beck’s Gold auf der Vice vs. Wild Bunch Party @Berlinale

 

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Berlinale in Berlin: Hunderte von Filmen buhlen um die Gunst des Publikums und ebenso viele Events stehen auf dem Programm. Entsprechend schwierig ist es, hier die Spreu vom Weizen zu trennen und Anzugträger-Prosecco-Empfänge von wirklichen Parties zu unterscheiden. Ein echtes Feier-Highlight war hingegen die Premieren-Party zum Film “Dog Pound”, zu der das Vice Magazin gemeinsam mit dem Filmverleih Wild Bunch in den Realais-Club eingeladen hatte.

Slicke Jungs, schöne Frauen, jede Menge Beck’s Gold und progressive House-Tunes von der Keinemusik-Crew transportierten die Hitze des Films direkt auf die Tanzfläche des Relais’. Hier wurde nicht lange schwadroniert, es gab keine langatmigen Reden und niemand aus der “Branche” fühlte sich dazu berufen, “ein paar einleitende Worte an das Publikum” zu richten. Die Folge: Es wurde gefeiert, was die Kondition hergab – ohne Kompromisse.

Kompromisslos geht es schließlich auch bei “Dog Pound” zu. Der Streifen des französischen Regisseurs Kim Chapiron erzählt die tragische Geschichte dreier Jugendlicher, die in ein US-Jugendgefängnis eingeliefert werden und sich dort von sadistischen Wärtern und brutalen Insassen terrorisieren lassen müssen. Ein Film voller Gewalt, der die Ungerechtigkeit des US-Stafvollzugs schonungslos aufdeckt.

Auf der Premieren-Party ging es hingegen eher friedlich zu, Ausbrüche gab es nur beim Ausdruckstanz mancher Gäste. Das Beck’s Gold-Motto “Express Yourself” wurde also bestens umgesetzt und bis in den frühen Morgen genüsslich zelebriert. We’re Part of the Wild Bunch!

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andreas.richter

andreas.richter schrieb am 13.02.2010:

ALLEIN IN MANCHESTER – LONELADY ÜBER IHR NEUES ALBUM

 

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Warp Records hat immer mal wieder überraschende Weitsicht in der Auswahl seiner Signings bewiesen. Das Label, das lange Zeit das IDM/Breakbeat-Stigma mit sich herumtrug, sorgte für einiges Aufsehen, als es plötzlich mit Maximo Park um die Ecke kam. Ganz ähnlich war es mit Battles, nur vielleicht nicht ganz so öffentlichkeitswirksam. Ein jüngeres Signing, das ebenfalls auf den ersten Blick nicht ins Labelrepertoire passen will, ist Lonelady. Das Einfrau-Projekt der Julie Campbell, das – dem Moniker entsprechend – aus Postpunk die Motive der Isolation, der Innerlichkeit und der Monotonie herausfiltert. Auch wenn sich das ein wenig trist anhört, klingt Loneladys Debütalbum erstaunlich bejahend und tanzbar. Sie präsentiert sich erwartungsgemäß nicht als Charakter, der sich pausenlos in den Mittelpunkt drängt. Gerade deshalb ist ihr nur zu wünschen, dass ihre Songs in den kommenden Monaten überall sein werden. In den Airplay-Rotationen, in deinem Kopf, in den Clubs und auf allen iPods. Ihre Bescheidenheit macht sie zu einer Künstlerin, wie es sie im marktschreierischen Musikgeschäft nur noch selten zu finden ist. Das gleiche gilt allerdings auch für ihre Musik. So etwas wie ihr Album „Nerve up“ ist, wenn überhaupt, nur mit dem seinerseits viel offensiveren und ausproduzierteren Postpunk-Entwurf von The Gossip zu vergleichen. Wir haben Lonelady in Berlin getroffen und sie zu genau diesem Album befragt.

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Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg schrieb am 12.02.2010:

Memes of the week, Pt.3

 

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Auch heute wieder zum Wochenausklang freshe Links, die quasi liegengeblieben sind, weil ich nicht wusste was ich damit machen sollte. Die aber zu Schade zum wegwerfen wären. Oder so. Und das alles garantiert Helene Hegemann-Frei! Was erzähl ich hier für nen Stuss? Ich fang einfach mal an, hehehe:

Dieser Schnee! Macht euch das Wetter auch so wahnsinnig wie mich? Da kann man ja wirklich ü-ber-haupt nix machen. Ich kriege totale Depressionen wenn ich vor die Tür in die Kälte gehe. Also muss man sich sinnvolle Beschäftigungen für zu Hause suchen und was, bitte schön, ist sinnvoller als basteln? Natürlich nicht irgendeinen Quatsch, sondern die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, wie zum Beispiel:

- Den Nobel Preis
- Oder Zakumi, das Maskottchen der WM im Sommer (zum schonmal einstimmen)
- Die Grinsekatze
- Das iPad

(Alle Links via Papercraft Paradise wo es noch Tausende anderer Bastelbögen zu finden gibt…)

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Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg schrieb am 05.02.2010:

Memes of the Week Pt.2

 

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Da ist er wieder, der freitägliche Meme-Überblick.

Und bevor es musikalisch wird, kommen wir zu meinem neuen, absoluten Megalieblingsblog, zu dem es im Prinzip keine Infos gibt, das aber so herrlich daneben ist, das man es unbedingt gesehen haben muss (Und mich übrigens mal wieder bestätig in dem Wissen: Im Internet gibt es wirklich, wirklich ALLES). Ich frage mal so rum: Was seht ihr auf diesem Bild?

Richtig: Tom Selleck, einen Wasserfall und ein Sandwich. Und genauso heißt auch das Blog, von dem dieses Bild stammt, nämlich “Selleck Waterfall Sandwich“. Das ist voller Bilder die einfach nur diese drei Dinge miteinander kombinieren. Da hat sich schon eine Menge angesammelt und ich sitze immer davor und denke: Wie genial! Auch wenn ich keine Ahnung habe wer wie und vor allem warum darauf gekommen ist. Aber ich mag das. Ich liebe solche kleinen Absurditäten und hoffe, das da nch lange neuer Input kommt. Unbedingt gucken gehen, ein paar der Bilder sind sogar “animiert”! ;)

Nun wird es, wie eingangs versprochen, ein bisschen musikalisch: Denn es gibt mittlerweile einen Trend im Netz, eine Art Musiker-Meme, den finde ich schon auffällig. Und zwar das häppchenweise veröffentlichen von Platten. Also Song für Song, bis das Album komplett ist. Zu sehen zum Beispiel bei den Punk-Art-Rockern von “Ash” aus England:

Die haben ein Konzeptalbum gemacht namens “The A-Z Series” und jeder neue Song wird einem Buchstaben im Alphabet zugeordnet, bis die 26 Songs dann eben komplett sind. Das kann man abonnieren, als Download-Paket, so das man keine der Singles verpasst. Da scheinen auch 20 Dollar ein fairer Preis zu sein. Zu (fast?) jedem Song gibt es auch ein Video. 26 Singles, nicht schlecht. Vor allem da “Ash” schon immer die besseren “Muse” waren…Das coolste daran ist: Die verkaufen das auf ihrer Seite selber, das Geld kommt also bei denen direkt an. Und finanziert dann eben so abenteuerliche Vorhaben wie die “A-Z-Tour“:

The unique subscription service run from the band’s website and own label ‘Atomic Heart Records’ is kicked off with ballad True Love 1980 and is promptly followed by another Ash innovation, the A to Z Tour. The band embark on an alphabetical tour of the UK, a brave – if not foolish – trip around the British Isles from Aldershot to Zennor, bringing the Rock back to some of the nation’s lesser known music venues.

Eine Tour durch Städte von A bis Z? Wie cool ist das denn bitte schön? Und wer noch ncht ganz überzeugt ist: Hier meine bisherige Lieblingssingle, derjenigen die schon veröffentlicht wurden: Der Buchstabe “B” mit dem Song “Joy kicks Darkness”.


[YouTubeDirektSpaßGewinnt]

Und wir bleiben musikalisch, kommen zum gleichen Modell, aber dann doch ganz anders gemacht. Ausserdem handelt es sich um meine absolute Lieblingsband: “I´m from Barcelona“.

Die schwedische Band muss man einfach lieben. Die besteht ja aus dem Sänger und Mastermind Emanuel Lundgren und seinen Freunden. Das wechselt auf Tour dann schonmal Mengenmässig, aber im Prinzip besteht die Gruppe aus 27 Leuten (!!!). Und die haben jetzt ihr drittes Album veröffentlicht. Naja. Noch nicht ganz veröffentlicht. Denn die verfahren nach einem ähnlichen Prinzip wie o.g. Ash.

Normalerweise war es bei “Barcelona” immer so, das Lundgren fast alle Songs selber schrieb und dann mit der Band zusammen vertont hat. Nun hat er aber alles anders gemacht: Jedes Mitglied der Band hat einen Song geschrieben und aufgenommen. Deswegen heisst die neue Platte auch “27 Songs from Barcelona”. Die kann man als wunderschön gestaltetes 3-Fach Vinyl bestellen, oder, und jetzt kommts: Jeden Tag einen neuen der 27 Songs auf der Bandwebseite umsonst runterladen, bis man das Album zusammen hat. Die verschenken ihre neue Platte! Es gab ja schon immer viele Gründe, diese Band wirklich liebzuhaben, vor allem wegen ihrer schönen Popsongs, aber jetzt gibt es noch einen fantastischen Grund mehr. Ein spannendes Experiment, das in seinem Resultat natürlich sehr unterschiedlich ausgefallen ist, aber dessen Songs doch alle trotzdem dieses eine, einzigartige “I´m from Barcelona”-Gefühl tragen. 10 Songs sind schon zusammen. Schnell auf die Seite gehen und die Kollektion starten, es lohnt sich für Menschen mit Herz. Als Appetithappen hier ein kleiner Teaser zu der Platte:


[YouTubeDirekt27MalFreude]

Übrigens sagt die Band selbst, sie seien von den Kiss-Soloalben aus den siebzigern inspiriert gewesen, diese Platte zu machen, als jedes Mitglied der Rocker eine Soloplatte machte, die aber alle unter “Kiss” gleichzeitig veröffentlicht wurden. Bei dem Vorbild kann ja eigentlich fast gar nichts mehr schief gehen.

Schönes Wochenende!

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Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg schrieb am 03.02.2010:

Diese Plattencover sind mal wirklich schlimm.

 

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Im Netz stolpert man immerwieder über Plattencoversammlungen. Sowohl positiv als auch negativer Natur. Von Kollektionen der schönsten Cover, bis hin zu den peinlichsten Metalcovern oder Hip Hop Covern (wir erinnern uns..;)) ist alles vertreten. Nun bin ich aber über eine Seite in einem offensichtlich russigsprachigen Livejournal gestolpert, die wunderbar beweist wie International doch Lachen bzw. das sich wundern ist. Denn da wurden (von mehreren Usern? Ich weiß immer nie so genau wie diese Livejournal-Geschichten funtkionieren..) wirklich die schönsten-absurdesten und bescheuertsten Cover zusammengetragen. Da macht es dann auch nichts mehr, das man die Sätze darunter nicht lesen kann, die Cover sprechen für sich. Eine kleine Auswahl?

Scheint ein wirklich glücklicher Clan zu sein. Es geht aber noch besser:

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